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Der Süden mausert sich

Entwicklung Ehemaliges Fritz-Heckert-Gebiet: grüne Oasen statt grauer Beton

Die Bezeichnung als solches existiert eigentlich gar nicht mehr, doch vielen Chemnitzern ist das "Wohngebiet Fritz-Heckert" bis heute ein Begriff. Das 1974 realisierte Großprojekt, das heute die fünf Stadtteile Kappel, Helbersdorf, Morgenleite, Hutholz und Markersdorf umfasst, bot einst 90.000 DDR-Bürgern Lebens- und Arbeitsraum. Wenn der Name "Heckert" fällt, denken noch immer viele unwillkürlich an graue Betonklötze. Heute, nach 17 Jahren Rückbau und Umgestaltung, zeigt sich das Gebiet bunt, modern, kulturell und lebensfroh. Der große Wegzug war gestern, zurzeit erobern die Chemnitzer - vom Studenten bis zum Rentner-Ehepaar - die grüne Oase am Rande der Stadt zurück. Dafür wurde einiges getan: Von den ursprünglichen 31.000 Wohnungen wurden bis heute rund 12.000 Wohneinheiten abgerissen oder zurückgebaut. Zudem sind einige der höheren Gebäudeeinheiten auf weniger Etagen gekürzt worden. Wo sich einst Plattenbauten aneinanderreihten, entstanden Eigenheime oder großzügige Grünflächen, welche die Stadtteile zunehmend attraktiver gestalteten. Im Zuge dessen hat sich der Leerstand in den Stadtteilen des ehemaligen Fritz-Heckert-Gebiets deutlich verbessert, beispielsweise im Hutholz von 29 auf 19 Prozent. Zu dem Ergebnis kommt der Chemnitzer Wohnungsmarkt-Report 2015 des FOG-Instituts für Markt- und Sozialforschung. Der Report zeigt zudem, dass es sich im Stadtteil Hutholz mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4,45 Euro derzeit am günstigsten wohnen lässt. Auch in Sachen Infrastruktur hat sich seit Anfang der 90er Jahre einiges verändert. Unter anderem sorgt entlang der Stollberger Straße die Linie 4 seit 2004 für einen durchgehenden Fahrbetrieb zwischen Hutholz und Stadtzentrum. Nach mehr als zehn Jahren Bauzeit fand eines der wichtigsten Projekte des Verkehrskonzeptes der Stadt Chemnitz seinen Abschluss. Doch lange Wege muss im ehemaligen Fritz-Heckert-Gebiet im Prinzip niemand in Kauf nehmen. Hier gibt es alles, was das Chemnitzer Herz begehrt - angefangen bei Natur bis zu modernen Freizeiteinrichtungen. Vom Edeka Center Raebiger im Stadtteil Morgenleite über die beiden großen Einkaufszentren Alt-Chemnitz- und Vita-Center bis hin zu Kaufland im Stadtteil Hutholz haben sich ebenso zahlreiche Nahversorger im Chemnitzer Süden angesiedelt.



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