• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Der Schulstoff liegt im Computer

Bildung Digitaler Unterricht in Klassen geplant

Fortsetzung von Seite 1. 

Die rasante Entwicklung in der Informationstechnologie eröffnet für die Schulen ganz neue Möglichkeiten des Lehrens und Lernens. Power-Point-Präsentationen, verschiedene Lehrbücher und Lernkarteikarten könnten dann beispielsweise in einem digitalen Schulranzen - einem Tablet-Computer - transportiert und abgerufen werden. "Bislang sind viele Lehrer in Deutschland allerdings oft nicht hinreichend auf die neuen Möglichkeiten vorbereitet. Diesen Fehler wollen wir in Sachsen nicht machen", sagte Kultusministerin Brunhild Kurth am Montag in Chemnitz. Mit dem Pilotprojekt "Klassenzimmer der Zukunft" soll der Einsatz von Tablets in Schulen erprobt und wissenschaftlich begleitet werden. Dazu werden ab Mai 20 Oberschul- und Gymnasiallehrer weitergebildet und anschließend als Multiplikatoren an die sächsischen Schulen geschickt. "Wir wollen didaktisch und lernpädagogisch vernünftig damit umgehen", betonte Professor Christoph Igel vom Institut für berufsbegleitende Weiterbildung an der TU Chemnitz, der das Projekt leitet. Intelligente Bildungsnetze hätten das Potenzial, Kinder und Jugendliche individuell auf Fähigkeiten und Lernziele angepasste Inhalte zu unterstützen.

Die ersten Reaktionen von Bürgern dazu sind gespalten. Sie gehen von "Klasse! Kein schweres Ranzentragen mehr!" bis hin zu "Bei diesem Projekt besteht die Gefahr, dass Kinder verlernen beziehungsweise gar nicht erst lernen, sich ohne Technik, wie beim Malen oder Basteln, zu beschäftigen."