Der Winter kann kommen

Vorrat 6.000 Tonnen Streusalz beim ASR eingelagert

Am vergangenen Wochenende hielt der Winter auch in Chemnitz Einzug. Ob alle Autofahrer darauf vorbereitet sind, lässt sich schwer sagen. Die Stadt Chemnitz ist jedenfalls für die anstehende kalte Jahreszeit gut gerüstet. Im Rahmen des Winterdienstes werden die öffentlichen Fahrbahnen vom Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) regelmäßig beräumt und gestreut. "Wir haben derzeit rund 6.000 Tonnen Streusalz eingelagert", sagt ASR-Pressesprecherin Beate Bodnár, "können aber je nach Wetterlage jederzeit nachordern". Für den Winterdienst gelten allerdings verschiedene Dringlichkeitsstufen. Die Einstufung der Chemnitzer Verkehrswege wird daher von der Stadt nach konkreten Verkehrsverhältnissen, Verkehrswichtigkeit und Gefährlichkeit einzelner Fahrbahnen oder Abschnitte in vier sogenannten Betreuungskategorien jährlich aktuell festgelegt. Als verkehrswichtig sind derzeit etwa 1.000 Kilometer des städtischen Straßennetzes kategorisiert. Diese werden in der Hauptverkehrszeit mit Vorrang betreut. Dazu gehören alle Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Priorität haben zudem die Verkehrswege des Öffentlichen Personennahverkehrs. Damit ist beispielsweise der Betrieb des Busliniennetzes der CVAG abgesichert. Dazu kommen sogenannte Hauptsammel- und Haupterschließungsstraßen. Auch Fahrbahnen zu Feuerwehrdepots und Krankenhäusern sowie zu wichtigen Versorgungsträgern und Gewerbeansiedlungen gehören zu diesem Vorrangnetz. In Stufe zwei sind darüber hinaus die für den Fußgängerverkehr wichtigen Kreuzungsbereiche und Fußgängerüberwege sowie große verkehrswichtige Parkplätze mit schnellem Fahrzeugwechsel, öffentliche Behindertenparkplätze und bestimmte Radwege eingeordnet. Der Leistungsumfang des kommunalen Winterdienstes liegt aber nach Angaben des ASR deutlich über den rechtlichen Anforderungen. Auf weiteren rund 300 Kilometern öffentlicher Fahrbahnen wird eine sogenannte nachgelagerte winterdienstliche Betreuung durchgeführt. Das bedeutet, je nach Wetterlage und Verkehrsverhältnissen kümmern sich alle zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte mit insgesamt 17 Großraumfahrzeugen zuerst um die Netze der Stufen eins und zwei. Für alle übrigen öffentlichen Straßen, Parkplätze oder Radwege gelten die Stufen drei und vier. Diese werden erst nach Beräumung des Hauptnetzes betreut. In Stufe eins wird rund um die Uhr geräumt und gestreut, in Stufe zwei zwischen 3 und 20 Uhr.