Deshalb wird die Talsperre Einsiedel geleert

Baumaßnahmen Vollständige Entleerung für Sediment-Beräumung

Trinkwassertalsperre Einsiedel. Foto: Harry Härtel/Haertelpress

Am Mittwoch begann der Abstau der Talsperre Einsiedel in Chemnitz. Da die Talsperre ab Juni von Sedimenten beräumt werden soll, muss sie zunächst vollständig entleert werden. Der Abstau soll etwa vier Tage andauern. Danach wird mit der Beräumung gestartet, die im Herbst dieses Jahres beendet sein soll. Sie ist Voraussetzung für die Instandsetzungsarbeiten an den Talsperrenarmaturen auf der Wasserseite der Staumauer.

Planmäßig soll die Talsperre nach den Maßnahmen noch in diesem Jahr wieder angestaut werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro, die aus Bundes- und Landesmitteln finanziert werden.

Die Talsperre gehört mit 124 Jahren zu den ältesten in Deutschland

Nachdem im ersten Bauabschnitt zwischen August und Oktober 2017 bereits die an den Hängen abgelagerten Sedimente beräumt wurden und eine Abschlagsleitung entstand, folgt nun der zweite Bauabschnitt.

Die Talsperre Einsiedel wurde zwischen 1891 und 1894 gebaut. Damit gehört sie zu den ältesten in Deutschland und ist die erste Talsperre mit Bruchsteinmauer in Sachsen. Gemeinsam mit den Talsperren Neunzehnhain I und II und der Talsperre Saidenbach gehört Einsiedel zum Talsperrenverbundsystem "Mittleres Erzgebirge".