Design, Fotografien und Dinge aus Glas

Industriemuseum Drei große Projekte stehen in diesem Jahr an

Mit der Sonderausstellung zum Sächsischen Staatspreis für Design eröffnet das Industriemuseum Chemnitz am 15. Februar das Ausstellungsprogramm für das Jahr 2019. "Wir wollen uns generell stärker dem Thema Design widmen", sagte Geschäftsführer Oliver Brehm in dieser Woche. Insgesamt 27 der im Jahr 2018 nominierten und preisgekrönten Designentwürfe aus den Bereichen Produkt, Kommunikation, Handwerk und Sound sind in der Schau zu sehen. Die Produktvielfalt reicht dabei vom flexiblen Out-Door-Pavillon über ein selbstleuchtendes Warndreieck bis zu therapeutischem Mobiliar, das passgenau für Patienten gefertigt wird.

Zwei weitere Projekte warten auf die Chemnitzer

Ab Mai rückt die zweite Ausstellung des Jahres wieder Fotografien in den Fokus. Unter dem Titel "Untergegangene Arbeitswelten" lassen bis zum 4. August über 100 Bilder von Wolfgang G. Schröter längst vergangene Arbeitswelten wieder lebendig werden. "Diese Fotos dokumentieren eine Welt, die für viele heute nicht mehr vorstellbar ist", so Oliver Brehm.

Im September steigt das Industriemuseum dann auch in die Feierlichkeiten zum Jubiläum 100 Jahre Bauhaus ein: Mit der Ausstellung "Ich bin ganz von Glas" wird sich den funktionalen und gestalterischen Möglichkeiten des Werkstoffs Glas gewidmet. 60 Arbeiten, die im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbes von einer international besetzten Jury ausgewählt werden, sind zu sehen. Die Arbeiten sollen in Korrespondenz zu den Werken der Chemnitzer Gestalterin und Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt treten. "Sie ist ein bisschen in Vergessenheit geraten, das wollen wir ändern", so Oliver Brehm.

Besucherzahl bleibt konstant

Im vergangenen Jahr besuchten etwa 45.000 Gäste das Industriemuseum. "Diese Zahl ist konstant, obwohl wir ein großes Sommerloch zu verzeichnen hatten", so der Geschäftsführer. Die Sonderausstellung "Das Herz von Chemnitz" habe das Loch geschlossen, sie sei sehr gut angekommen bei den Besuchern. Künftig sollen die stärker danach befragt werden, was sie vom Industriemuseum erwarten und sich wünschen.