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Deutliche Botschaft der Friseure auf stiller Demonstration

CORONA Salonbetreiber hoffen auf Wiedereröffnung am 15. Februar

Am heutigen Nachmittag protestierten zahlreiche Friseursalon-Betreiber und deren Mitarbeiter gegen den staatlich angeordneten Lockdown wegen der Coronapandemie. Sie fordern die Wiedereröffnung ihrer Salons und machten mit Transparenten auf ihre prekäre Lage aufmerksam.

Kaum finanzielle Unterstützung für die so wichtigen Dienstleister

Das Wetter passte zur Situation, denn seit der Schließung aller Salons seit 16. Dezember lässt man die Friseure im Regen stehen. Keine Einnahmen, bisher keine oder nur geringfügige finanzielle Unterstützung des Staates und Perspektivlosigkeit bringen viele Betreiber an den Rand der Existenz. Besonders engagiert ist Corinna Knorr, Geschäftsführerin von drei Salons in Chemnitz, Zschopau und Berlin. Sie hat im Namen ihrer vielen Berufskollegen einen Brandbrief an 20 Politiker gesendet. Von der Reaktion und auch den Ergebnissen nach einer Videokonferenz mit dem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ist sie enttäuscht. "Eine weitere Verlängerung des Lockdowns wäre katastrophal. Es haben sich strikt alle an die Hygieneregeln gehalten und es ist nachweislich, dass bei uns keine Infektionsketten entstanden sind", betonte die Friseurmeisterin. Ihr pflichtete auch Silke Arnold bei, die in Lichtenau einen Salon mit zwei Mitarbeiterinnen und einer Auszubildenden betreibt. "Wir sind das einzige Vollhandwerk, welches nicht arbeiten darf. Das gleicht einem Berufsverbot", sagte sie und hofft, dass sich einer weiteren geplanten Demonstration noch mehr Kollegen anschließen.

Die 240.000 Beschäftigten im Friseurhandwerk hoffen, wie auch die Betreiber von Kosmetik- und Nagelstudios, auf Wiedereröffnung am 15. Februar. Mittlerweile wurde auch eine Online-Petition gestartet, die bereits von weit über 15.000 Menschen unterzeichnet wurde.