Die Bahn muss das Denkmal restaurieren

Verkehr Eisenbahnbundesamt fordert Erhalt des Chemnitztal-Viadukts

die-bahn-muss-das-denkmal-restaurieren
Foto: Thomas Schmotz

Es ist entschieden: Das Chemnitztalviadukt über die Annaberger Straße bleibt aus Denkmalschutz-Gründen erhalten. Das Eisenbahnbundesamt hat bei seiner Bewertung der geplanten Bauvorhaben am Chemnitzer Bahnbogen entschieden, dass das industriekulturelle Bauwerk nicht durch einen Neubau aus Beton ersetzt werden darf.

Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, will jetzt "gemeinsam mit den Chemnitzern den Ausbau der Schieneninfrastruktur" fortsetzen. Für den Erhalt des Viadukts sei die Einberufung eines Fachbeirates unter anderem mit Denkmal- und Umweltschützern geplant. Die Bürgerinitiative "Stadtbild Chemnitz" bedauert, dass andere Brücken im Bahnbogen erneuert werden sollen, würdigt die nun kommende Viadukt-Restaurierung aber als "wichtigen Teilerfolg", so Sprecher Sandro Schmalfuß.

Dank an die Bürgerinitiative

Dazu gratuliert auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: "Ich möchte mich ausdrücklich bei der Bürgerinitiative bedanken, die unerschrocken um das Industriedenkmal gekämpft und die Stadtverwaltung zu einem Umdenken und Mitkämpfen animiert hat." Positive Signale gab es in dieser Woche auch erneut in punkto Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig: "Der eingleisige, voll elektrifizierte Ausbau für den Fernverkehr wird kommen", gab sich Bundestagsabgeordneter Detlef Müller (SPD) zuversichtlich.

Mit einer Verkündung sei im Herbst zu rechnen. Ideen von Mitgliedern der Carlowitz-Gesellschaft, gleich einen zweispurigen Ausbau anzustreben, erteilten mehrere Bundestagsmitglieder eine Absage: "Wenn wir nicht nehmen, was wir jetzt haben, fallen wir am Ende hinten runter", so der Abgeordnete Frank Heinrich (CDU).