Die Chemnitzer Kirchen zeigen ihre Facetten

Nacht der Kirchen Am Freitag öffnen 26 Gotteshäuser ihre Türen

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Foto: Andreas Seidel

Seit 2009 laden Chemnitzer Gotteshäuser im Zweijahres-Rhythmus zur "Nacht der Kirchen" ein. "Im Wechsel mit dem Chemnitzer Orgelspaziergang bietet diese interkonfessionelle Veranstaltung eine gute Gelegenheit, die christliche Religion in all ihren Facetten kennen zu lernen" sagt Stephan Brenner.

Evangelische und katholische Kirchen bieten ein Programm

Der Pfarrer im Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirk Chemnitz freut sich besonders über den neuen Teilnehmerrekord zur fünften Auflage: Insgesamt 26 Gotteshäuser öffnen am Freitag ihre Türen und laden zwischen 20 und 23 Uhr stündlich zu halbstündigen Programmen ein.

So sind erstmals auch vier der fünf römisch-katholischen Kirchen der Stadt dabei: In der Propsteikirche St. Johannes Nepomuk (Hohe Straße 1) wird Torsten Hartung ab 20 Uhr beispielsweise davon erzählen, wie er als Nicht-Glaubender Gott begegnete.

Auch die römisch-katholischen Kirchen St. Joseph (Ludwig-Kirsch-Straße 19), St. Franziskus (Stelzendorf-Steinbergsiedlung, An der Kolonie 8i) und St. Antonius (Erfenschlager Straße 27) geben am Freitag einen Einblick.

Erstmals dabei sind auch die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde (Zwickauer Straße 315) und die Schlosskapelle Lichtenwalde, wo der Donati-Orgel von 20 bis 22 Uhr stündlich Töne entlockt werden.

Musikalisch geht es um Luther

Apropos Musik: "Martin Luther und seine Lieder im Wandel der Zeit sind zur diesjährigen 'Nacht der Kirchen' das Thema in der Stiftskirche Ebersdorf", freut sich Kantorin Christine Hübler. Neben stillen Momenten, Orgel- und Chormusik und einer Kabarett-Predigt gibt es in allen Kirchen immer die Möglichkeit, miteinander ins persönliche Gespräch zu kommen - unter anderem auch in der Baptistengemeinde.

"Wer oder was sind Baptisten eigentlich? Dieser Frage widmen wir uns 23 Uhr im Gemeindehaus an der Kanzlerstraße 10", erklärt Pastor i.R. Manfred Schramm.

Die Kirchen-Türen stehen für alle offen

Da rund 85 Prozent der Bürger im Chemnitzer Kirchenbezirk konfessionslos sind, biete die "Nacht der Kirchen" ein niederschwelliges Angebot, um die Gotteshäuser, die man sonst nur von außen sieht, einmal von innen kennen zu lernen, sagt Stephan Brenner.

"Die Möglichkeit wird von Chemnitzern gerne genutzt", ergänzt Thomas Günther, Pastor in der Friedenskirche an der Kaßbergstraße. "Zur letzten Veranstaltung vor zwei Jahren zählten wir fünfmal mehr Besucher als bei einem normalen Gottesdienst." Programmhefte gibt es unter anderem im Tietz.