"Die Grenze ist noch nicht erreicht"

Eröffnung Die 24. Tage der Jüdischen Kultur in Chemnitz beginnen am Wochenende

Ab Samstag heißt es für 16 Tage: Eintauchen in die jüdische Kultur, in jüdische Musik und Literatur, Bräuche und Schicksale, die Geschichte und die Gegenwart. Bis zum 15. März werden die mittlerweile 24. Tage der Jüdischen Kultur in Chemnitz veranstaltet. "Es ist ein intelligentes Gegenangebot für die Nazi-Töne, die wir derzeit in der Stadt ertragen müssen", sagt Egmont Elschner, der Vorsitzende des Vereins, der die Tage der Jüdischen Kultur organisiert.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Samstag um 19.30 Uhr im Archäologiemuseum Smac statt. Nachdem die drei sächsischen Rabbiner Zsolt Balla, Alexander Nachama und Jakov Pertsovsky zu Wort kommen, heißt es Bühne frei für einen Ausnahmekünstler. Der aus Tel Aviv stammende Musiker Amir Gwirtzman ist berühmt für das Beherrschen von über 20 verschiedenen Zungen- und Blasinstrumenten aus der ganzen Welt. Damit will er dem Chemnitzer Publikum neben jüdischem Klezmer auch keltische, kubanische oder amerikanische Klänge vorspielen. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

Am Sonntag wird im Foyer des Smac die Ausstellung "Cross Section" eröffnet. Zu sehen sind dann Stücke der israelischen Schmuckkünstlerin, Dozentin und Kuratorin Deganit Stern Schocken. Das gesamte Programm der 24. Tage der Jüdischen Kultur in Chemnitz ist unter www.tdjk.de nachzulesen. Mit 70 Veranstaltungen sind 20 Prozent mehr im Angebot als im vergangenen Jahr. Der Verein gehe laut Egmont Elschner auf viele Kooperationspartner zu, etliche kämen aber mittlerweile auch von selbst, um sich bei den Tagen der Jüdischen Kultur einzubringen. "Wir haben da noch lange nicht die Grenze erreicht", sagt er.



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