Die Mühen wurden belohnt

Landtagswahl CDU ist stärkste Kraft - Direktkandidaten konnten Mandate verteidigen

Für die kommunalen Politiker war es ein langer und zuweilen harter Sommer. Unzählige Debatten, Podien, Versammlungen und Interviews haben sie hinter sich. Alle hatten dabei ein Ziel - möglichst viele Stimmen für den sächsischen Landtag zu bekommen. Insgesamt 192.346 Chemnitzer waren am Sonntag zur Wahl aufgerufen. Rund 37.000 Wahlberechtigte hatten bereits im Vorfeld per Briefwahl abgestimmt. Die Wahlbeteiligung lag mit 66,36 Prozent deutlich höher als vor fünf Jahren.

Die meisten Stimmen in den drei Wahlkreisen bekamen die Kandidaten Ines Saborowski, Peter Patt und Alexander Dierks, die damit als direkt gewählte Mandatsträger in den Landtag einziehen. Alle drei gehören zur CDU, die in Sachsen stärkste Kraft geworden ist. "Mir ist bewusst, dass nicht jeder Wähler mir leichten Herzens die Stimme gegeben hat. Das erfüllt mich mit Demut und ist mir ein großer Ansporn", sagte Alexander Dierks gestern auf seiner Seite des sozialen Netzwerks facebook. Die meisten Stimmen - 33,6 Prozent im Wahlkreis I - konnte Peter Patt für sich verbuchen. Er ist seit 15 Jahren Mitglied des Sächsischen Landtags für die CDU. Seine Ziele für den Freistaat: "Arbeit, Wohlstand, Schönheit".

Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, sagte zur sächsischen Landtagswahl, dass sie die Entwicklung bestätigt habe, dass die Parteienlandschaft in Bewegung ist und die Regierungsbildung künftig schwieriger wird. "Wir werden die Gespräche zur Bildung einer Regierungskoalition aufmerksam verfolgen." Mit Blick auf das Handwerk gebe es große Aufgaben: Nachwuchs- und Fachkräftemangel, Energiewende, Entwicklung des ländlichen Raums, Bürokratieabbau, Breitbandausbau oder Berufsschulnetzplanung. "Wir erwarten von der künftigen Landesregierung entschlossenes, lösungsorientiertes Handeln, das die Interessen des Handwerks in den Blick nimmt", , so Wagner.