Die Oper - Ein Haus mit Geschichte

Jubiläum 25. Jahre Wiedereröffnung - eine Bildreise in die Vergangenheit

1990, Sanierung und Umbau des Opernhauses auf dem Theaterplatz. Foto: Harry Härtel

Drei Mal ist die Chemnitzer Oper "eröffnet" worden. Das erste Mal 1909: Als man vor über 100 Jahren in der Stadt diskutiert hatte, ob man sich lieber ein großes Museum oder lieber ein neues Opernhaus leisten wolle, entschied man schlicht: beides. Das Haus erlebte seine ersten Glanzzeiten, mit Sänger-Stars wie Richard Tauber oder auch Johann Strauß am Dirigentenpult.

Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs machten dann eine umfassende Renovierung notwendig - Wiedereröffnung am 25. Mai 1951. Und schließlich dann die dritte Öffnung: Am 19. Dezember 1992 lüftete sich nach fünf Jahren Umbau-Zeit der Vorhang für Richard Wagners Bühnenweihfestspiel "Parsifal". Vom einstigen Opernhaus war da nicht viel mehr als die wunderschöne äußere Hülle erhalten geblieben: Das "Innenleben" war vollkommen neu gestaltet worden mit lichtdurchflutetem Foyer und umgebautem Zuschauerraum, der verbesserte Sicht- und Hörverhältnisse schuf.

Heute Abend findet die Jubiläumsgala statt

Der noch zu DDR-Zeiten geplante Umbau wurde auch in den Wendewirren durchgezogen - zu den Gästen der Wiedereröffnung zählte dann schon bundesdeutsche Politprominenz: Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf kam ebenso wie die damaligen Bundesminister Angela Merkel und Norbert Blüm.

Und weil sich das Ereignis heute Abend zum 25. Mal jährte, laden die Theater Chemnitz zu einem großen Jubiläumsabend: Zahlreiche Künstler, die in den vergangenen Jahren große Auftritte hinlegten, stellten sich zum Wiedersehen ein, darunter Nancy Gibson ( Leiterin der Städtischen Musikschule) und die Opern-Stars Astrid Weber, Ildiko Raimondi und Zurab Zurabishvili. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Guillermo García Calvo und gemeinsam mit Mitgliedern des aktuellen Ensembles und der Robert-Schumann-Philharmonie wollten sie zu einem gelungenen Gala-Abend beitragen.