Die persönliche Landkarte erweitern

Menschen Jost Kobusch ist bereit für die Extrem-Tour auf den Mount Everest

Er ist bereit für den Aufstieg - und kann es kaum erwarten. Seit September ist Jost Kobusch, Student der TU-Chemnitz, im Himalaya unterwegs. Sein Ziel: er will allein und ohne Sauerstoff auf den Mount Everest. "Ich kann es kaum erwarten, diesen Felsen in meinen Händen zu spüren, diesen neuen Abschnitt kennenzulernen und damit einen weiteren Schritt zu gehen, um das Unbekannte langsam aufzulösen", schreibt der 27-Jährige im sozialen Netzwerk Facebook, in dem er die Welt an seinem Abenteuer teilnehmen lässt. Kobusch will seine persönliche Landkarte erweitern, sagt er weiter.

Die Route dafür stehe: Es soll über den Westgrat gehen. "Bis zum ersten Camp auf 6000 Metern konnte der komplette Fels mit drei Seillängen fixieren werden. Die teilweise sehr harten Kletterstellen solo zu erschließen, war echt anspruchsvoll", so Jost Kobusch.

Minus 55 Grad erfordern natürlich Spezialausrüstung

Das alles tut der junge Mann derzeit bei kalten minus 19 Grad Celsius - in einem speziellen Daunenanzug. Und es wird noch kälter: eisige und windige minus 55 Grad Celsius könnten den Extremsportler erwarten. Die Füße sollen mit einer Spezialmischung eingerieben und dann schichtweise in Socken und Plastiktüten verpackt werden. Am wichtigsten sei es aber, den Oberkörper warm zu halten, so Kobusch. Vor drei Jahren stand der Solo-Bergsteiger als jüngster deutscher Bergsteiger auf dem Gipfel des Annapurna im Himalaya. 2018 war der Extrem-Alpinist zum höchsten Berg Ozeaniens in Papua unterwegs. Aber warum tut er das alles stets allein?

"Weil ich dann immer alles so machen kann, wie ich es gerade will, ohne Verantwortung für jemand anderen übernehmen zu müssen", erzählt er. Für die Besteigung des Mount Everest hat er nun bis Ende Februar Zeit, dann beginnt der Frühling. BLICK wird weiter berichten.