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Die Rap-Szene in Deutschland - Status Quo und der Blick zurück

Deutsch-Rap ist nicht erst seit Kurzem eine der erfolgreichsten, wenn nicht die erfolgreichste musikalische Subkultur der Bundesrepublik. Vieles hat sich in den letzten Jahrzehnten in der Szene verändert. Aktuell ist das Genre nicht minder spannend. Newcomer drängen auf den Markt, aber auch viele alteingesessene Künstler können ihre Position behaupten. Eine Bestandsaufnahme.

Aktuell erfolgreiche Künstler

Um zu erfahren, wie der Status einer Szene ist, kann es zielführend sein, einen konkreteren Blick auf die aktuell erfolgreichsten Künstler zu werfen. In der Sparte Deutschrap gibt es diverse Acts, die in letzter Zeit große kommerzielle Erfolge feiern konnten. Darunter sind einige erst kürzer dabei, aber auch Veteranen der Szene finden nach wie vor großen Anklang. Zu den Rappern, die die verkaufstechnisch erfolgreichsten Alben des Jahres 2019 veröffentlichten, zählten unter anderem: 

  • Shindy (Album: Drama)
  • Capital Bra & Samra: (Album: Berlin lebt 2, Capital Bra zudem mit seinem Solo-Release CB6)
  • KC Rebell (Hasso)
  • Raf Camora (Zenit)
  • Kontra K (Album: Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin)

Auch weitere Künstler wie Sido oder Kollegah konnten im Jahr 2019 erfolgreiche Alben in den Charts platzieren. Die Liste zeigt, dass sich mehrere Generationen des Deutschraps die vorderen Plätze teilen. 

Während Capital Bra und Samra vergleichsweise kurz im kommerziell erfolgreichen Rap-Geschäft aktiv sind, haben die anderen Künstler dieser Liste bereits eine längere Karriere vorzuweisen. Viele dieser Rapper sind auch im Jahr 2020 erfolgreich. So ging beispielsweise Kontra K mit seinem neuen Album "Vollmond" kürzlich erneut auf die Position 1 der Charts.

Im Jahr 2020 liegt das Hauptaugenmerk jedoch vor allem auf den Singles. Eine Entwicklung, die sich bereits seit einiger Zeit abgezeichnet hat: Einzelne Tracks und Streaming-Erfolge spielen eine wachsende Rolle im Deutschrap. Laut dem Halbjahresrückblick der offiziellen Charts sind die erfolgreichsten Deutschrapper hierbei Apache 207 und Samra. Beide konnten gleich eine ganze Reihe von Songs in den Top 100 platzieren.  

Dies zeigt, dass der Fokus der Hörer aktuell bis zu einem bestimmten Grad auf neueren und jungen Künstlern liegt. Ein Rückblick auf das gesamte Jahr könnte diesen Trend bestätigen, aber womöglich noch weitere Künstler in die kommerzielle Bestenliste mit einbeziehen. Beispielsweise konnte auch Bonez MC im Jahr 2020 mehrere Singles in den Top-Positionen der Charts platzieren. 

Aktuelle und beigelegte Konflikte

Ein Faktor, der in der Deutschrapsparte nicht selten vorkommt, sind Konflikte und Streitigkeiten. Rapper nennen solche Auseinandersetzungen "Beef". Lange Zeit waren sie ein relevanter Bestandteil des Deutschraps und zudem ein wichtiges Marketingtool. 

Mit Disstracks gingen sich Rapper gegenseitig an, diese Songs hatten teilweise großen kommerziellen Erfolg. Unvergessen und fast schon legendär in dieser Sparte ist beispielsweise "Das Urteil" von Kool Savas aus dem Jahr 2005, was eine Zeit lang im Musikfernsehen auf Heavy Rotation lief.

Auch der Song "Leben und Tod des Kenneth Glöckler" von Bushido, eine Art Abrechnung mit Kay One nach dem Bruch der beiden Künstler, hat große Welle geschlagen. Dies liegt womöglich auch daran, dass der Song ungefähr 10 Minuten lang ist. 

Aufgrund dieser Relevanz der Streitigkeiten ist es spannend, den Blick darauf zu legen, welche Konflikte aktuell sind und welche beigelegt wurden. Wie wichtig sind Auseinandersetzungen aktuell für die Sparte noch?

Aktuelle Konflikte

Aktuell gibt es im Deutschrap nach wie vor eine Reihe von Konflikten. So hat beispielsweise der Rapper Fler gleich mit mehren Personen Streit. Dazu zählen unter anderem Gzuz und Bushido. 

Auch Manuellsen ist mit Bushido und dessen Umfeld, vor allem dem Rapper Animus, schwer zerstritten. Eine körperliche Auseinandersetzung mit Animus brachte ihn sogar vor Gericht: Manuellsen wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt

Auf anderen Ebenen des Rap-Geschäfts finden ebenfalls Streitigkeiten statt. So hat Bushido sich mit Arafat-Abou-Chaker, mit dem er jahrelang im Rap-Business Geschäfte machte, zerstritten. Die Folge war, dass der Rapper Polizeischutz bekam. 

Vor dem Berliner Landgericht läuft aktuell wegen des Verdachts auf Straftaten gegenüber dem Rapper ein Prozess gegen Abou Chaker. Hierbei kommen im Rahmen der Aussagen Bushidos immer wieder neue Details ans Licht, die große mediale Aufmerksamkeit nach sich ziehen. 

Auffällig ist, dass Streitigkeiten zwischen Rappern aktuell auf diversen Wegen ausgetragen werden, im Vergleich zu früheren Jahren jedoch selten auf musikalischer Ebene in Form eines Disstracks. Ausnahmen bieten hierbei in letzter Zeit beispielsweise Songs von Sadiq gegen Bushido oder von Samarita gegen Kollegah. Zweitere Streitigkeit wurde jedoch zudem ebenfalls auf anderen Ebenen ausgetragen. 

Musikalisch gibt es aktuell in den meisten Rap-Konflikten zwischen den Parteien häufig nur "Seitenhiebe", also einzelne Zeilen in verschiedenen Songs. Auch Anspielungen in Musikvideos sind gegeben. 


In einigen Fällen spielt auch Gewalt bei Konflikten in der deutschen Rapszene eine Rolle. | Foto: SZ-Designs / Adobe Stock

Beigelegte Konflikte

Neben diesen gegenwärtigen Auseinandersetzungen gibt es einige Streitigkeiten der letzten Jahre, die beigelegt wurden. Bereits im Jahr 2017 haben Xatar und KC Rebell ihren Konflikt beendet. Die Fehde, die über einen Disstrack von KC Rebell ausgetragen wurde, hatte zuvor hohe Wellen geschlagen und führte laut mehreren Quellen zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Freunden und Bekannten der Künstler.  

Auch anderen Konflikte wurden beigelegt. Dazu gehören die Streitigkeiten zwischen Farid Bang und Fler sowie Kollegah und Fler. Über einen langen Zeitraum hatten sich vor allem Fler und Farid Bang in aller Öffentlichkeit gegenseitig auf übelste Weise beleidigt. Aber auch Kollegah und Fler "bekriegten" sich bereits in den 2000ern mit Disstracks. 

In diesem Fall führte die Beilegung des Konfliktes sogar zu einer viel beachteten Zusammenarbeit der drei Künstler. Zum Song "Public Enemies", der auf Farid Bangs Album "Genkidama" veröffentlicht wurde, drehten sie ein aufwendiges Musikvideo mit einigen humorvollen Anspielungen auf die Zeit des Streits und bekamen hierfür ein großes Medienecho in der Szene. 

Ist Gangster-Rap noch in?

Bei der Betrachtung der erfolgreichsten Alben des letzten Jahres fällt auf, dass die vorderen Plätze eher nicht von Künstlern aus dem Genre "Gangsterrap" belegt werden. Dieses hat in den 2000ern einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, dass deutsche Hip-Hop-Musik eine große mediale Aufmerksamkeit bekam und so erfolgreich werden konnte, wie sie heute ist. Zu den relevanten Künstler des Genres Gangsterrap (wie auch dem verwandten Straßenrap) aus dieser Phase zählen unter anderem: 

  • Bushido
  • Sido
  • Fler
  • MC Bogy

Die Liste zeigt, dass die meisten dieser Entwicklungen in Berlin stattfanden. Während die ersten drei der genannten eine breite Aufmerksamkeit großer Medien erfuhren, war und ist Letzterer, zumindest vergleichsweise, eher szeneintern relevant. 

Viele Gangster Rapper kamen damals in Situationen, die ihrem Image nicht grade abträglich waren. So stand beispielsweise Bushido im Jahr 2005 in Linz wegen Körperverletzung vor Gericht, das Verfahren wurde letztendlich eingestellt. Trotzdem bekam der Berliner hierfür eine große mediale Aufmerksamkeit. 

Welche Rolle spielt das Sub-Genre aktuell? Fakt ist: Viele Alben aus diesem Bereich gehen nach wie vor an die Spitze der Charts. Dazu zählt unter anderem das letzte Bushido-Album CCN4 in Kollaboration mit Animus, als auch das Werk "Alphagene II" von Kollegah. 

Auch die Alben des Rappers Gzuz, der in letzter Zeit vor allem durch seine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von sich reden machte, ist regelmäßig auf Position 1 der Verkaufslisten. Das letzte Beispiel zeigt: Auch heute noch "punkten" Gangster Rapper damit, dass über die Zeit Faktoren und Umstände aus ihrem Leben an die Öffentlichkeit kommen, die den Realitätscharakter ihres Images unterstützen. 

Zudem belegt das große mediale Echo auf den Gerichtsprozess, dass die Sparte und ihre Künstler mittlerweile sehr regelmäßig in der allgemeinen Presse außerhalb der Szene stattfinden. Möglicherweise rücken andere Sparten innerhalb der Szene immer mehr in den Fokus, dem Sub-Genre die Relevanz abzusprechen trifft jedoch nicht die Realität der Zahlen und Aufmerksamkeit, die es nach wie vor generiert.


Bei der Nachbearbeitung von Gesangsparts setzen viele Rapper auf Auto-Tune. | Foto: Anthony Brown / Adobe Stock

Neue Sub-Genres

Einige neue Sub-Genres wiederum haben sich in den letzten Jahren entwickelt. Vor allem junge Künstler treten mit neuen Stilrichtungen auf, bei denen das Rappen selbst sowie die entsprechenden Techniken zunehmend in den Hintergrund treten. Auch einige etablierte Rapper übernehmen diese stilistischen Entwicklungen in ihren Songs und Alben. Zu den beliebten neueren Sub-Genres zählen unter anderem: 

  • Trap
  • Cloud Rap
  • Afro-Trap und weitere Einflüsse

Trap

Trap kommt ursprünglich aus den Südstaaten der USA. Der Stil ist bekannt für seine langsamen Beats sowie die Verwendung eines bestimmten Drum-Computers, der TR 808 von Roland. Auch die Basssounds dieses Tools sind stilprägend. 

Viele Songs von deutschen Rappern beinhalten seit mehreren Jahren entsprechende Elemente, die zunehmend weiterentwickelt werden. Der Trap-Sound findet also in vielen verschiedenen Bereichen des Deutschraps statt und ist heute kaum noch wegzudenken.  

Cloud Rap

Cloud Rap wiederum zeichnet sich durch sphärische Sounds (sowie in vielen Fällen ebenfalls 808-Drums) und Gesangsparts, die meist mit Auto-Tune untermalt sind, aus. Insofern passt der Name: Der Stil klingt auf eine gewisse Art und Weise wolkig, neblig und wenig greifbar. Dies liegt daran, dass die Künstler ihre Parts in Teilen mit Absicht vernuscheln. Bekannte Acts dieses Sub-Genres sind: 

  • Hustensaft Jüngling
  • Money Boy
  • Crack Ignaz
  • Ufo361

Allgemein spielen Gesangseinlagen im Deutschrap eine wachsende Rolle. Apache207 beispielsweise rappt in seinen Songs kaum, vielmehr verwendet er verschiedene Melodien, die in vielen Fällen durch Auto-Tune nachbearbeitet werden. 

Afro Trap

Gesangseinlagen werden ebenfalls in den Werken von Raf Camora und Bonez MC verwendet. Allerdings ist hier in vielen Fällen der Auto-Tune-Sound gar nicht oder nur in sehr geringem Maß vorhanden. Hier zeigt sich: Die Vocals in den neueren Subgenres des Deutschraps sind insgesamt um einiges melodiöser. 

Der maßgeblich von Raf Camora bekannt gemachte Uptempo-Sound der dazugehörigen Beats, der seit 2016 großen Erfolg hat, wird auch als Afro-Trap bezeichnet. Dies liegt unter anderem an der Rhythmisierung, allerdings sind in den Tracks des Österreichers häufig auch Dancehall-Elemente (in den Vocals ebenfalls) prägend. 

Die Klangbilder des Künstlers werden dabei stetig fortentwickelt. Auf dem Album "Palmen aus Plastik 2" , welches er gemeinsam mit Bonez MC veröffentlichte, waren in Tracks wie "Kokain" oder "500 PS" Einflüsse aus dem Eurodance vertreten. 

Während "Kokain" Elemente von "Be my Lover" des Duos La Bouche beinhaltet, erinnert "500 PS" viele Hörer bezüglich der Hauptmelodie stark an den Song "Freestyler" von den Bomfunk MCs. Unter anderem diese Entwicklungen zeigen, wie flexibel und vielseitig deutscher Rap mittlerweile geworden ist.


Einige Acts greifen mittlerweile in ihren Songs Elemente der Dance-Musik der 90er auf. | Foto: glazok / Adobe Stock

Newcomer

Immer wieder machen Newcomer und Newcomerinnen auf sich aufmerksam, neue Namen bereichern das Rap-Geschäft. Diese werden zunächst vor allem szeneintern gefeiert, bevor der kommerzielle Durchbruch gelingt. Zu den wichtigsten Newcomern des Jahres 2019 zählten unter anderem: 

  • Elias
  • Mero
  • Shirin David

Jeder dieser Acts hat individuelle Aspekte, die zu seiner oder ihrer Bekanntheit beitragen und für große Aufmerksamkeit sorgen. Diese liegen zum einen in der Musik selbst, zum anderen sind sie durch gewisse Marketing-Moves begründet. 

Elias punktet durch seine kompromisslose und technisch sehr versierte Art, auf Trap-Beats zu rappen. Dies ist für einen Newcomer aktuell außergewöhnlich, da die meisten seiner Kollegen, die momentan bekannt werden, wie bereits angeklungen auf Gesangseinlagen und Auto-Tune setzen. 

Mero überzeugt ebenfalls durch Skills, vor allem legt er in seinen Raps ein hohes Tempo vor und schreckt auch vor Doubletime-Parts nicht zurück - für einen Newcomer in der heutigen Zeit ebenfalls äußerst ungewöhnlich. Zudem kombiniert er seine Rap-Strophen abwechslungsreich mit Auto-Tune-Einlagen und rappt teilweise mehrsprachig. 

Der erst 20-jährige Rapper aus Rüsselsheim wurde vor allem durch die in sehr kurzer Zeit erzielten spektakulären YouTube- Klickzahlen des zum Ende des Jahres 2018 erschienen Musikvideos zu seinem Song "Baller los" bekannt. 

Shirin David wiederum bringt in der Sparte der Rapperinnen einen neuen Stil in eine breite Öffentlichkeit. Sie ist bekannt für ihr gutes Marketing und ihre mutigen Auftritte und Outfits. Auch sie setzt häufig auf Trap-Beats und rappt ebenfalls technisch versiert. Die Basis für ihre breite Fanbase hat sie sich mit ihrem überaus erfolgreichen YouTube-Kanal erarbeitet, zudem war sie bereits im Jahr 2017 Jurorin bei DSDS. 

Ihr Debutalbum Supersize stieg im Jahr 2019 auf Platz 1 der Charts ein - eine Bestätigung für den Stil und die Herangehensweise der Rapperin. Eine weitere bekannte Newcomerin ist KeKe aus Österreich, die im Jahr 2019 ihre EP Donna veröffentlicht hat. Inwieweit sie kommerziell erfolgreich sein kann, wird die nahe und mittelfristige Zukunft zeigen. 

Die Unterschiede zwischen den Newcomern bestätigen ähnlich wie die verschiedenen Sub-Genres die Vielfältigkeit, die deutscher Rap mittlerweile zu bieten hat. Für diverse Stilrichtungen gibt es einen Markt - und die Möglichkeit zum kommerziellen Erfolg. Dies liegt womöglich auch daran, dass das mediale Interesse am Genre in den letzten 20 Jahren massiv zugenommen hat.


Viele Newcomer basteln zunächst im Verborgenen an ihrem Erfolg. | Foto: princeoflove / Adobe Stock

Deutscher Rap in den Medien und Erfolg des Genres

Ein wichtiger Faktor zur Bemessung des Erfolges eines Genres ist die mediale Aufmerksamkeit. Wie umfangreich wird also Deutschrap in den großen Medien behandelt? Und wie erfolgreich ist das Genre insgesamt?

Talkshows

Wie bereits angeklungen, findet deutscher Rap seit den 2000ern auch in großen Tageszeitungen und bei bekannten Fernsehsendern statt. Bereits im Jahr 2008 war der Rapper Bushido in der Talkshow 3nach9 zu sehen. 

Auch sein Auftritt bei Johannes B. Kerner, bei dem unter anderem auch Sky Du Mont zu Gast war, schlug hohe Wellen. In Talkshows wie Markus Lanz, der NDR Talkshow oder 3nach9 waren bereits weitere Rapper präsent, unter anderem: 

  • Samy Deluxe 
  • Jan Delay
  • Sido

Die Beispiele belegen, dass deutscher Rap medial nicht erst seit gestern sehr präsent ist und einen Weg in den kommerziellen Bereich gefunden hat. Auch Türen in Richtung Mitte der Gesellschaft gingen und gehen auf. 


Durch Präsenz in Zeitungen erreicht Deutscher Rap die verschiedensten Teile der Gesellschaft. | Foto: goodluz / Adobe Stock

Zeitungen

In vielen großen Zeitungen findet die deutsche Rapszene ebenfalls statt. Bei einer Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe auf den Webseiten der bekanntesten Magazine und Tageszeitungen findet sich eine Vielzahl von Artikeln. 

Dabei sind es unter anderem die Skandale wie Verhaftungen oder Gerichtsprozesse deutscher Rapper, die eine besondere Aufmerksamkeit generieren. Aber auch abseits dieser Vorkommnisse werden verschiedene Künstler und Aspekte des Genres behandelt. 

Gesamterfolg

Das Ergebnis dieser und vieler weiterer Entwicklungen ist, dass deutscher Rap großen Erfolg hat. Sowohl in den Album- als auch in den Single-Charts sind eine Vielzahl von Künstlern aus der Sparte vertreten.

Wie umfangreich und beeindruckend diese Präsenz tatsächlich ist, zeigt ein Blick der GFK auf die Albumcharts des Jahres 2019 sowie die Entwicklung der letzten 20 Jahre in diesem Bereich. Gerade die Anzahl der Alben auf der Spitzenposition der Charts ist vielsagend.

Diese ist seit dem Jahr 2010 stark gestiegen, erst im letzten Jahr wurde ein neuer Rekordwert erreicht. In den Singlecharts sieht es, wie bereits angeklungen, ähnlich positiv aus. Dieser Trend wird sich womöglich in den nächsten Jahren weiter ausbauen. 

Fazit

Deutscher Rap hat eine lange Reise hinter sich, die von einer Nischenkultur zu einer der erfolgreichsten Musikrichtungen in der Bundesrepublik geführt hat. Sowohl in den Medien als auch in den Charts ist das Genre aktuell omnipräsent. Dabei können verschiedene Sub-Genres mit großem Erfolg parallel existieren. 

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