Die Rückkehr eines Traditionsvereins

1. MANNSCHAFT Aufstiegs-Schwung nutzen, um in der Landesklasse zu überraschen

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Hintere Reihe v. l.: C. Illing, E. Schwinge, C. Nicklas, M. Fiedler, C. Lang, R. Schweinitz, D. Herbig, Abteilungsleiter U. Herbig, Sportlicher Leiter U. Hellfritzsch, Trainer L. Wienhold; vordere Reihe v. l.: K. Möschwitzer, D. Bachmann, A. Urmann, R. Klitzsch, J. Künzelmann, M. Gehrke, P. Fischer; es fehlen: M. Straube, N. Gellner, Co-Trainer D. Gasch Foto: Verein

Nachdem der TSV Germania Chemnitz in der Landesklasse West in der Saison 2014/15 einen hervorragenden 3. Platz belegen konnte, leitete der damalige Erfolg den sportlichen Niedergang ein. Die starken Leistungen der Mannschaft weckten Begehrlichkeiten größerer Vereine und so konnten 7 absolute Leistungsträger nicht gehalten werden und verließen die Germania. Im Ergebnis dessen verlor die Mannschaft zu viel Substanz und Qualität und es folgte der Abstieg in die Kreisoberliga Chemnitz. An diesem Scheideweg für Mannschaft und Verein ging ein komplett neuer Vorstand mit frischem Elan und Enthusiasmus an die Arbeit, um den sportlichen Abstieg der Germania zu stoppen.

Vor Beginn der Kreisoberliga-Saison gab es seitens der neuen sportlichen Leitung die klar formulierte Zielstellung des sofortigen Wiederaufstiegs der 1. Mannschaft in die Landesklasse, da man die Germania innerhalb des Chemnitzer Vereinsfußballs wieder im Vorderfeld positionieren wollte, um den in 2-3 Jahren nachrückenden Juniorenspielern eine sportlich exponierte Plattform zu bieten.

Lutz Wienhold ist der neue erfahrene Trainer

Mit Timm Kubitzsch, Jonas Künzelmann, Pierre Fischer, Christopher Illing, Erik Schwinge und Markus Fiedler wurde der Kader deutlich verstärkt, um den Wiederaufstieg in Angriff nehmen zu können. Diese Verpflichtungen waren kein einfaches Unterfangen, im Kontext des vorherigen Abstiegs aus der Landesklasse und der Gefahr eines sportlichen Abgleitens der Germania in die Bedeutungslosigkeit. Für die Zielstellung Wiederaufstieg konnte man mit Lutz Wienhold zudem einen erfahrenen und angesehenen Trainer gewinnen, welcher sich erwartungsgemäß als Glücksgriff für die Germania erwies. Mit einem klaren Spielkonzept und einer disziplinorientierten Mannschaftsführung, formte der Trainer aus dem zusammengestellten Kader eine gut organisierte, spiel- und laufstarke Truppe.

Saison endet erfolgreich

Dabei startete die Mannschaft denkbar ungünstig in die Saison. Nach fünf Spieltagen und vier unnötigen Unentschieden (aufgrund mangelhafter Chancenverwertung), stand man im Mittelfeld der Tabelle und hatte bereits 6 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Post Chemnitz. Was dann folgte war ein beispielloser Siegeszug der Germania. Ab dem 6. Spieltag wurden alle Spiele der Saison zum Teil sehr deutlich gewonnen, mit Kantersiegen von 7:0, 8:0, 9:0 und 9:2.

Die Mannschaft spielte sich in vielen Begegnungen in einen wahren Torrausch. So konnte auch das letzten Endes entscheidende Saisonspiel daheim gegen den Postsportverein klar mit 4:0 gewonnen werden und man schloss die Kreisoberliga-Saison ungeschlagen mit deutlichem Vorsprung ab. Mit fast 100 Toren stellte man dabei die mit Abstand beste Offensive der Liga, woran Dan Herbig als Torschützenkönig einen großen Anteil hatte.

Fangemeinde wächst

Mit deutlich mehr als 100 Besuchern pro Spiel konnte zudem der Beweis angetreten werden, dass der Traditionsverein TSV Germania wieder in der Chemnitzer Fußball-Elite mitmischt und dies in Altchemnitz und Umgebung honoriert wird.

Für die neue Landesklassen-Saison 2017/2018 hat man als Aufsteiger die ambitionierte Zielstellung definiert, im gesicherten Mittelfeld der Tabelle zu landen. In den nächsten Jahren will sich der TSV Germania Chemnitz als Dauergast in der Landesklasse West festsetzen und für einige Überraschungen sorgen.