Die Spuren des Krieges

Erinnerung Verband wünscht Initiative

Der Verband der Verfolgten des Naziregimes Chemnitz hat sich kürzlich mit einem offenen Brief an die Bevölkerung gewandt. Er bittet darin die Bürger sowie die Stadt, eine Initiative zu unterstützen, die alte Kriegsinschriften unter Schutz stellt und sie für lange Zeit bewahrt. Hintergrund ist der Wunsch, dass an die Zeit des Zweiten Weltkrieges erinnert werden soll. "Ein wichtiger Anhaltspunkt, damit wir nicht vergessen und die Geschichte lebendig bleiben kann, sind die Spuren, die uns diese Zeit von Faschismus und Krieg hinterlassen haben", heißt es in dem Schreiben. Zu solchen Spuren gehörten beispielsweise Aufschriften an den Häusern, die darauf hinwiesen, wo sich LSR (Luft-Schutz-Raum), LSG (Luft-Schutz-Gang) oder Hydranten und Wasserstellen befanden. Pfeile wiesen den Weg zu den Eingängen in die gekennzeichneten Häuser und Grundstücke.

Spuren für künftige Generationen bewahren

"Heute finden wir diese Spuren kaum noch, aber sie sind noch vorhanden und wir sollten auch den künftigen Generationen die Möglichkeit geben, die Chance zu haben, dass sie ihnen auffallen, dass sie Anstoß sein können zu fragen, sich zu interessieren und sich auf die Spuren des Krieges in unserer Stadt zu begeben und so auch die Berichte der Zeitzeugen, der Kinder des Krieges, der Überlebenden von Holocaust und KZ und den Zukunftsfragen von Krieg oder Frieden nachvollziehen können", so der Verband weiter. Weitere Infos gibt es auch hier online.