Diebe, Denker und Durchgedrehte

Bühne Chemnitzer Theater zeigen am Wochenende drei Premieren

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Foto: peych_p/Getty Images/iStockphoto

Die Bühnensaison ist noch jung und entsprechend hoch ist derzeit noch die Premierendichte - auch am kommenden Wochenende. So stehen dem trüben Herbst zwei Spielzeitneulinge im Schauspielhaus und einer in der Oper entgegen. Hinzu kommt eine neue Konzertreihe.

Freitag gibt es Klassik und Komödie

Den Anfang macht am Freitag um 20 Uhr Bogdan Koca mit der Uraufführung seiner Commedia-dell"arte-Variation "Harlequin & Harlequin". In dieser aberwitzigen Verwechslungskomödie nutzt der polnisch-australische Regisseur einen Plot um Liebe und Intrigen, um mit seinem Spielensemble Texte und Szenen rund um die verrückten zwei Harlequins im Sinne der Commedia dell"arte zu improvisieren.

Ebenfalls am Freitag, 19 Uhr startet die Robert-Schumann-Philharmonie mit einer neuen Konzertreihe: Bei "Klasse Klassik!" spielen die Musiker an ungewöhnlichen Orten - zum Auftakt im "pumpwerk eins" mit Stücken von Johann Sebastian Bach.

Theater am Samstag

Am Samstag heißt es dann, sich zwischen den dramatischen Bearbeitungen zweier Klassiker der deutschen Literatur zu entscheiden. Der Abend bringt um 19 Uhr zum einen die Premiere des Musicals "Emil und die Detektive" ins Opernhaus. Nach Erich Kästners 1929 erschienenem Roman folgt die musikalische Reise dem zwölfjährigen Emil Tischbein auf der Jagd nach dem Dieb seiner Reisekasse durch die Straßen von Berlin. Die Inszenierung übernahm Michael Schilhan, die Musikalische Leitung hat Jakob Brenner.

Unterdessen reist man auch im Schauspielhaus, wo um 19.30 Uhr "Homo Faber" nach Max Frischs 1957 veröffentlichtem Bericht seine Premiere erlebt. Das Stück unter Regie von Hasko Weber folgt dem Schweizer Ingenieur Walter Faber bei seiner Reise über Mexico City, den Dschungel Guatemalas bis nach Athen und mithin der Reise zwischen den Polen menschlicher Existenz: Natur und Zivilisation, Chaos und Ordnung, Erlebnis und Konvention.