"Diese Geschichten werden zu selten erzählt"

Jubiläum Werkzeugmaschinenbauer feierte 25-jähriges Bestehen

diese-geschichten-werden-zu-selten-erzaehlt
Foto: Rico Hinkel

Niles-Simmons stehe beispielhaft für die Unternehmen und die Unternehmerpersönlichkeiten, die nach der Wiedervereinigung gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Herausforderungen kreativ und entschlossen gemeistert haben. "Vor dieser Leistung habe ich großen Respekt", sagte am Freitag Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der beim 25-jährigen Jubiläum des Chemnitzer Werkzeugmaschinenbauers zu den Gratulanten gehörte.

Bei seinem Besuch hob Tillich gleichzeitig die Bedeutung von Unternehmern und Mitarbeitern hervor, die in Sachsen nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung in vielen Fällen den Fortbestand von Firmen gesichert und einen Neuanfang gewagt haben. "Diese Geschichten der mutigen Unternehmerinnen und Unternehmer und ihrer Firmen werden noch zu selten erzählt", sagte er. Tillich erinnerte an den schwierigen Neubeginn und daran, dass die Märkte in Osteuropa nach dem Ende der DDR wegbrachen. Auch später habe es immer wieder große Herausforderungen für die Firmen gegeben, fügte er mit Blick auf die globale Krise im Jahr 2009 und die wegen der Krim-Annexion verhängten Sanktionen gegen Russland hinzu.

Sachsen braucht keine Angst vor der innovativen Zukunft haben

Zugleich ging der Ministerpräsident auf Innovationen in der Industrie und die Chancen der Digitalisierung ein. Er sei überzeugt, dass wir im Freistaat "ganz und gar nicht" Angst vor der Zukunft haben müssen. Um den Wandel erfolgreich zu bestehen, gebe es beste Voraussetzungen. In dem Zusammenhang verwies er auf das exzellente Know How unter anderem bei den Materialwissenschaften in Sachsen und im Werkzeugmaschinenbau sowie die enge Vernetzung mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik.

"Sachsen ist insgesamt gut positioniert, denn wir haben alle nötigen industriellen Kompetenzen - vom Maschinen- und Anlagenbau über die Elektrotechnik und Mikroelektronik bis hin zur Kommunikations- und Informationstechnik. Also alles, was es braucht, um Industrie 4.0-Lösungen ´Made in Saxony´ anbieten zu können."