Diesel macht Platz für Elektro

Fahrzeugtechnik Neue Hochvolt-Werkstatt in Chemnitz in Betrieb

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In der Handwerkskammer wurde am Freitag eine Hochvolt-Werkstatt eingeweiht. Foto v.l.n.r. Patrik Rebafka, Ausbilder Uwe Stürzbecher und Tobias Kohl. Foto: Andreas Seidel

Eines ist sicher: Die Zukunft des Automobilbaus ist fest verbunden mit der Entwicklung neuer Antriebe. Angesichts stetig schwindender Ölreserven forscht mittlerweile jeder Automobilhersteller an Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Im besten Falle hat man heute bereits Modelle auf dem Markt.

"Von diesem Wandel sind natürlich auch ganze Ausbildungsberufe betroffen. Allen voran natürlich die Kfz-Mechatroniker", weiß Uwe Stürzbecher. Der Fachbereichsleiter Kfz-Ausbildung konnte am Freitag im Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Chemnitz die neue Hochvolt-Werkstatt für den Kfz-Bereich in Betrieb nehmen. Dass dafür ausgerechnet eine ehemalige Dieselwerkstatt weichen musste, habe fast schon Symbolcharakter.

"Mit diesem Meilenstein reagiert die Handwerkskammer auf die Notwendigkeit, veränderte Technologien im Kfz-Bereich in die Aus- und Weiterbildung zu integrieren. Hochvolt-Technologie kommt in Elektrofahrzeugen und Hybridantrieben zum Einsatz." Zur Ausstattung der Werkstatt gehören neben dem Hybridfahrzeug VW Golf GTE, das am Freitag vom Autohaus Weinhold übergeben wurde, auch ein Elektrofahrzeug vom Typ Renault Fluence, Hochvolt-Schulungsmodelle, Mess- und Prüftechnik sowie die persönliche Schutzausrichtung für die Arbeit an der Hochvolt-Technik.

2016 begannen 308 Lehrlinge an der Handwerkskammer Chemnitz eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, 70 absolvierten eine Meisterausbildung. Darüber hinaus bietet die Handwerkskammer auch Rettungskräften Schulungen im Umgang mit Elektro- und Hybridfahrzeugen an.