Dieselverbot: Ja? Nein? Oder dazwischen?

Entscheidung Das denken die Chemnitzer über ein Verbot für Dieselfahrzeuge

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Foto: Snowflock/Getty Images/iStockphoto

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig über ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in Großstädten sollte eigentlich schon am Donnerstag fallen. Nun wurde ein Urteil auf den 27. Februar verlegt. Offensichtlich ist eine Entscheidung deutlich schwieriger zu treffen, als erst angenommen. Das Thema Dieselfahrverbote hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Mit einer Umfrage haben wir uns auf die Suche nach den Meinungen der Chemnitzer gemacht.

Zehn Menschen haben wir nach ihrer Ansicht gefragt. Das Fazit fällt dabei recht eindeutig aus. Sieben der Befragten waren für ein Fahrverbot. Lediglich drei Menschen waren dagegen oder unentschlossen. Die Vorteile sahen jedoch alle. Dass wir mehr auf unsere Umwelt achten, ist mehr als notwendig. "Es ist gut, wenn die Großstädte entlastet werden von dem ganzen Feinstaub", sagte eine 25-jährige Chemnitzerin und meint, dass man die Dieselfahrzeuge eingrenzen müsse.

Schwarz-Weiß-Denken ist unmöglich

Dass das aber nicht so einfach wird, und dass man dabei nicht alle über einen Kamm scheren darf, ist auch klar. "Es ist ein Nachteil für die Leute, die sich einen Diesel gekauft haben. Da gibt's auch viele, die sich das nicht leisten können", erzählt Ramona Richter aus Chemnitz. Der Umstieg auf andere Autos würde für manchen zum Problem werden, vor allem auch für die älteren Leute. Dabei sollten jedoch die die Kosten tragen, die für die Umstellung verantwortlich sind, fügt Ramona Richter an.

Doris Ludwig aus Chemnitz sieht das Problem ebenfalls bei den Unternehmen: "Man ist so enttäuscht, man verliert ja jegliches Zutrauen in große Gremien, die ständig irgendetwas prüfen." Bei der ganzen Betrügerei, sagt sie, sei sie nur sprachlos.

Es bleibt abzuwarten, was die Richter am 27. Februar entscheiden. Sicher ist, dass die Lösung nicht einfach, jedoch maßgeblich für weitere Entwicklungen sein wird.