Digitalisierung und mehr Geld für Landärzte: Kann Ist das die Lösung?

Gesundheit Neues Bündnis stellt Maßnahmen gegen Ärztemangel vor

Mit starken Partnern will Sachsen die Gesundheitsversorgung für die Zukunft absichern und insbesondere im ländlichen Raum neue Wege gehen. Mitglieder des am Montag gegründeten Bündnisses sind neben dem Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, die Sächsische Landesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung, die Krankenhausgesellschaft Sachsen und die AOK Plus.

Mehr Studienplätze für Medizin...

Eine Hauptforderung des Bündnisses ist die Erhöhung der Medizinstudienplätze in Sachsen um zusätzlich 100 Studienplätze pro Jahr. Eine aktuelle Studie des Zentralinstitutes für die Kassenärztliche Versorgung zeige, dass dieser Bedarf für Absolventen der Humanmedizin zwingend erforderlich ist.

"Die Anforderungen an das medizinische Versorgungssystem und die vertragsärztliche Versorgung haben sich verschoben. Wir brauchen perspektivisch deshalb unter anderem mehr Ärzte für Sachsen und neue Modelle für die medizinische Versorgung. Ein entscheidender Baustein bleibt für mich die Einführung einer Landarztquote, um vorab bereits Ärzte für den ländlichen Raum zu gewinnen", betonte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Niedergelassene Ärzte im ländlichen Raum, die als akademische Lehrpraxis junge Ärzte ausbilden, sollen zum Beispiel eine höhere Aufwandsentschädigung pro Praxis und Student erhalten.

...und die fortschreitende Digitalisierung

Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, sieht eine Chance in der fortschreitenden Digitalisierung: "Mit dem Ausbau digitaler Strukturen kann es gelingen, Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen weiterhin wohnortnah zu versorgen und gleichzeitig Ärztinnen und Ärzte zu entlasten. Ziel der Digitalisierung ist auch eine bessere sektorenübergreifende Versorgung ohne Betreuungslücken."