"Don Pasquale" in der Chemnitzer Oper

Premiere Die 175 Jahre alte Oper von Donizetti wurde neu inszeniert

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Mit Guibee Yang (Norina) und Andreas Beinhauer (Doktor Malatesta) sind neben Noé Colín (Don Pasquale) bekannte Gesichter zu sehen bei "Don Pasquale". Foto: Kirsten Nijhof/Theater

Ein gutes Jahr ist es her, da ließen die Theater Chemnitz öffentlich darüber abstimmen, wer in dieser Spielzeit die 1843 entstandene Oper "Don Pasquale" inszenieren sollte. Unter drei letzten aus ursprünglich über 100 angetretenen Teams setzten sich Regisseur Nils Braun und sein Bühnen- und Kostümbildner Oliver Burkhardt durch.

Am Samstag konnte das Publikum erstmals begutachten, ob es eine gute Entscheidung getroffen hat - um 19 Uhr steht die Premiere von "Don Pasquale" im Opernhaus an. Der inzwischen 21-jährige Nils Braun will dabei die verzwickte Liebesgeschichte, die Gaetano Donizetti erdachte, "mit den Lebens- und Liebesgewohnheiten unserer heutigen (Online-) Generation in einen Kontext" setzen, heißt es zur Inszenierung aus den Theatern Chemnitz.

Davon handelt die Oper

Über ein paar Umwege soll in "Don Pasquale" ein junges Paar zueinander finden. Don Pasquale selbst ist ein überzeugter alter Junggeselle, der seinem Neffen Ernesto verbietet, die mittellose Norina zu heiraten. Der Leibarzt sorgt dann zunächst dafür, dass sich Pasquale selbst in Norina verliebt und sie ehelicht. Nach der Hochzeit aber erweist sich Norina als Furie - Pasquale will sie so schnell wie möglich loswerden, am besten an seinen Neffen.

Junges Team inszeniert das Stück

Die Titelfigur übernimmt der mexikanische Bass-Bariton Noe Colin, der in der Rolle des Don Pasquale unter anderem bereits an der Wiener Volksoper aufspielte. Als Neffe Ernesto ist der Rumäne Cosmin Ifrim zu erleben, die Rollen der Norina und des Doktor Malatesta gingen in der Premiere an bekannte Gesichter: die Chemnitzer Ensemblemitglieder Guibee Yang und Andreas Beinhauer.

Am Dirigentenpult ergänzt Stefan Politzka das junge Inszenierungsteam: Der 2. Kapellmeister der Robert-Schumann-Philharmonie ist auch nur zehn Jahre älter als Regisseur Nils Braun. Für die Premiere heute Abend gab es bei Redaktionsschluss noch Karten.