Der Chemnitzer FC hat das Auswärtsspiel beim Halleschen FC verloren. Gegen das Team der Stunde in der Regionalliga-Nordost – der HFC hat die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen und ist seit zehn Spielen ungeschlagen – verlor das Team von Benjamin Duda mit 1:3: Der CFC-Cheftrainer fand nach der Partie vor 7.300 Zuschauern im „Leuna-Chemie-Stadion“ deutliche Worte: „Das war von uns in der ersten Halbzeit eine katastrophale Leistung. Wir haben das Spiel durch drei Standards – zwei Ecken und einen Einwurf – verloren. Zum Glück hat der HFC noch einen Elfer verschossen, sonst hätte es noch desaströser ausgesehen.“
Erstes HFC-Gegentor für Adamczyk nach 272 Minuten
Für CFC-Torwart Daniel Adamczyk war es das vierte Duell gegen den Halleschen FC. Konnte der 23-Jährige in den ersten drei seine Kasten sauber halten, musste er nach einer Viertelstunde zweimal hinter sich greifen. Beide Gegentore resultierten aus Eckbällen: Erst entwischte Niclas Stierlin CFC-Kapitän Tobias Müller, danach setzte sich Burim Halili gegen Dario Gebuhr durch. „Wir wussten um die Stärke des HFC nach Standards, das waren heute die entscheidenden Momente, in denen wir einfach nicht wach waren“, erklärte Adamcyzk und ergänzte: „Wenn Du so schnell mit zwei Toren gegen Halle Rückstand gerätst, ist es brutal schwer. Mit dem dritten Treffer zum Pausentee waren dann die Messen gelesen.“ In der 45. Minute traf Fabrice Hartmann – wohlgemerkt nach einem Einwurf – zum verdienten 3:0. Denn in der Mitte der ersten Halbzeit hatte Stürmer Malek Fakhro vom Elfmeterpunkt nur den Pfosten getroffen.
Leistungswandel & Ehrentor nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spiel häufiger in die Hallenser Hälfte: „In der zweiten Halbzeit haben wir unser Gesicht gewahrt und gezeigt, was möglich gewesen wäre, wenn wir von Anfang an so gespielt hätten“, so der CFC-Torwart. Verantwortlich dafür war unter anderem Jonas Marx, welcher für den verletzten Toptorjäger Dejan Bozic in die Startformation rückte. In der 53. Minute sorgte der 21-Jährige – nach Vorlage von Roman Eppendorfer – mit dem 1:3 für Ergebniskosmetik. Der Torschütze übte nach dem Spiel Selbstkritik: „Wir haben uns für 2026 vorgenommen, bei Standards wieder wesentlich sicherer zu stehen, die drei Tore heute waren viel zu billig.“
Zur Pause brachte Duda mit Georg Hempel sowie im Verlauf der zweiten Halbzeit mit Pepe Philipp und Noah Tänzer drei aktuelle U19-Spieler – und damit „neue Energie“. „Die U19-Spieler haben Schwung in die Partie gebracht und das gut gemacht“, gab es nach dem Spiel lobende Worte sowohl vom Trainer als auch von CFC-Sportdirektor Chris Löwe.
Während drei CFC-Talente weitere Spielminuten bei den Profis sammelten, siegte die U19 gegen Viktoria Berlin
„Die Vorzeichen waren natürlich nicht gut, dennoch haben wir in der zweiten Halbzeit alles versucht, wir haben nicht aufgegeben, stattdessen Moral und eine gute Reaktion gezeigt“, sagte Hempel nach seinem zweiten Einsatz in der Regionalliga-Nordost. Für Philipp war es gleichfalls der zweite, sein Debüt gab der 18-jährige Mittelfeldspieler beim 5:1-Heimsieg gegen den SV Babelsberg. „Die Mannschaft hat mich perfekt aufgenommen und ich bin dankbar, dass ich so schnell mein Debüt geben durfte. Jetzt heißt es für mich: weiter hart trainieren und so viel wie möglich mitnehmen.“ Das U19-Trio komplettierte Tänzer, der in Halle sein drittes Spiel für die Profis absolvierte.
Parallel zum Spiel der Männermannschaft empfing die U19 des Chemnitzer FC im „Sportforum“ Viktoria Berlin und siegte durch Tore von Tyron Lewin und Heinz Kühnreich mit 2:0. Das Team von Sebastian Kegel steht in der „Hauptrunde-Liga B, Gruppe B“ aktuell auf dem zweiten Platz.
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