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Drohnen erobern den Himmel - gibt es dazu eigentlich Regeln?

Irgendwie spricht heutzutage fast jeder Zweite über sie, doch noch nicht jeder ist mit ihnen vertraut. Drohnen - langsam erobern sie den Himmel über uns und liefern unglaublich tolle Bilder und Videos.

Es handelt sich um sogenannte unbemannte Flugobjekte. Drohnen können voll automatisiert selber fliegen oder aber durch Menschenhand gesteuert werden. Es gibt mittlerweile verschiedenste Hersteller, die Modelle für den Hobby-Betrieb und für den professionellen Gebrauch anbieten. Aber nicht jeder kann sich einfach so eine Drohne anschaffen und drauflosfliegen. Hier gibt es inzwischen bestimmte Vorgaben und Regeln, die eingehalten werden müssen. Sonst kann es schnell teuer werden.

Ziviler Einsatz von Drohnen

Drohnen können ebenfalls, neben tollen Bildern und Videos, wertvolle Informationen liefern und werden deshalb gerne für zivile Einsätze eingesetzt:

  • Technische Kontrollen von Hochspannungsmasten und Gebäuden
  • Vermessungstechnik
  • Erkundungen
  • Forschungen
  • Tierschutz
  • Jagdbegleitung

Damit man auch genau die nützlichen Informationen geliefert bekommt, die man braucht, haben Hersteller spezielle Drohnen für jeden Anlass entworfen. Hier ist es ratsam, sich genaustens zu erkundigen und die passende Drohne für seine Ansprüche herauszufiltern.

Ohne Versicherungsschutz kann es teuer werden

Wer eine Drohne am Himmel fliegen lassen möchte, der darf dies nur mit einer Haftpflichtversicherung und einer Registrierung. Dies ist nun auch gesetzlich vorgeschrieben, ähnlich wie bei Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr. Hobby-Nutzer sollten hierzu am besten ihren Haftpflichtversicherungsanbieter fragen, ob die Nutzung von Drohnen in der eigenen Haftpflichtversicherung mit abgesichert ist. Versicherungen, wie zum Beispiel die Gothaer Haftpflichtversicherung bieten diesen Punkt für Privatkunden in einem Rundumschutz für Drohnenflieger an und haben sich auf diesem Gebiet spezialisiert. Drohnen wiegen mit unter mehr als 10 Kilogramm und können bei einem technischen Defekt oder einem Steuerungsfehler auch abstürzen und erheblichen Schaden anrichten. Man sollte niemals ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eine Drohne fliegen lassen. Hierzu zählt unter anderem auch das Erkunden des Gebietes, in dem man seine Drohne gerne fliegen lassen würde. In der Nähe von Autobahnen, Windkraftanlagen und/oder Industriebauten rät sich immer, genügend Abstand zu halten. Man stelle sich nur vor, was eine abstürzende Drohne auf einer Autobahn anrichten könnte. Da wären Blechschäden durch einen Massencrash noch das harmloseste. Beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung muss aber auch auf bestimmte Einschlüsse geachtet werden:

  • Höhe der vereinbarten Versicherungssumme/Deckungssumme
  • Anzahl mitversicherte Drohnen
  • Allgemeine Haftpflichtdeckungen

Dies benötigt eine Drohne zusätzlich

In Deutschland gilt mittlerweile eine Drohnen-Verordnung. Hier sind verschiedene Regeln zum Gebrauch von Drohnen vorgeschrieben. Wichtig ist es sich als Drohnenhalter zu registrieren und dies macht man beim Luftfahrt-Bundesamt. Diese Registrierung kann ganz schnell und unkompliziert online erfolgen und muss Name, Geburtsdatum, Anschrift, einen Scan vom Personalausweis oder Pass, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Name der Haftpflichtversicherung und Haftpflicht Policen Nummer enthalten. Ebenfalls ist in der Drohnen-Verordnung vermerkt, dass alle Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, mit einem eigenen Kennzeichen versehen werden müssen. Aber dieses Kennzeichen unterliegt natürlich gesetzlichen Vorgaben und muss zwingend folgende Angaben wiedergeben:

  • Das Kennzeichen muss auf den vollständigen Namen des Halters ausgestellt sein
  • Das Kennzeichen muss feuerfest sein
  • Gut lesbar muss es außen an der Drohne angebracht sein
  • Gesetzlich vorgeschrieben ist eine gravierte oder gelaserte Aluminiumplakette (hier ist es ratsam, eine besonders dünne und leichte Plakette zu wählen, welchen die Flugeigenschaften der Drohne nicht beeinflusst).

Vorgaben zum Einsatz

Aber nicht nur die oben genannten Bedingungen müssen vor dem Einsatz seiner Drohne beachtet werden. Es gibt noch mehr, worüber sich jeder Drohnenbesitzer informieren sollte. Und zwar ist es nicht erlaubt seine Drohne höher als 100 Meter zu fliegen. Alle Drohnen mit einem Gewicht über 250 Gramm dürfen nicht in Wohngebieten geflogen werden. An- und Abflugbereiche von Flugplätzen dürfen mit der Drohne ebenfalls nicht beflogen werden. Orte mit deutlichen Menschenansammlungen, Unglücksorten oder Katastrophengebiete oder auch Einsatzorte von der Bundeswehr sind ebenfalls verboten. Generell kann man hier auch sagen, dass Grundstücke, die polizeiliche, diplomatische oder konsularische Vertretungen haben, Flugverbote für Drohnen haben. Hier muss ein Mindestabstand von 1,5 km eingehalten werden.

In Zukunft nur mit Drohnen-Führerschein

Zukünftig sollen Drohnen in Klassen, C0 bis C5, eingeteilt werden. Hier muss dann ein kleiner oder entsprechend großer Drohnenführerschein erworben werden. Der kleine Drohnen-Führerschein (für C0-C4) kann aktuell schon online gemacht werden und ist kostenfrei. Für den großen Führerschein (C5) braucht der Drohnen Flieger erstens den kleinen Führerschein und zusätzlich noch eine theoretische Prüfung, welcher bei verschiedenen Anbietern absolviert werden kann. Eine Liste dieser Anbieter veröffentlich das Luftfahrt-Bundesamt.