Dufterlebnis: Wie riecht eigentlich Basilikum?

Aktion 25 Grundschüler aus Chemnitz-Borna gingen auf Sensorik-Reise

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Die Schülerinnen Carla, Janine und Kiara mit Birgit Brendel von der Verbraucherzentrale beim Experimentieren mit Kräutern. Foto: Steffi Hofmann

Wie duften Basilikum, Schnittlauch oder Petersilie? Was schmeckt süß, was sauer und was salzig? Und welche verschiedenen Apfelsorten gibt es eigentlich? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um gesunde Lebensmittel sollten gestern 25 Schüler der dritten Klasse der Grundschule Chemnitz-Borna herausfinden. Insgesamt fünf Sensorik-Stationen hatten sie zu durchlaufen. Ausgestattet mit einem Fragebogen in der Hand, der korrekt ausgefüllt werden sollte, ging es auf zu jeder Menge spannender Duft-, Tast- und Geschmackserlebnisse.

Was macht Lebensmittel aus der Region aus?

Das Ziel der Aktion: die Schüler sollten erkennen, wie das Konsumverhalten schon früh von Herstellern beeinflusst wird, was frische Lebensmittel aus der Region ausmacht und wie man seinen Sinnen vertrauen lernt. "Wir wollen mit unseren Angeboten Schülern das Wissen vermitteln, das sie zu kritischen Geistern heranwachsen lässt, die selbstbestimmte Entscheidungen treffen können", erläuterte Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen, die die Aktion mit der Schule durchführte.

Projekttag im Rahmen des EU-Schulobstprogramms

Der Projekttag wurde im Rahmen des EU-Schulobstprogramms veranstaltet. Um Kindern und Jugendlichen frische Milch, Obst und Gemüse schmackhaft zu machen, hat die Europäische Union zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 dieses Programm eingeführt. Es resultiert aus der Zusammenführung des bisherigen Schulobst- und Gemüseprogramms mit dem Schulmilchprogramm. Durch das bekommen die Jungen und Mädchen regelmäßig Milch und eine Kiste mit Bio-Obst in die Schule geliefert.

Obst muss erst gewaschen und gereinigt werden

"Das ist eine tolle Möglichkeit, den Kindern in der Pause gesundes Essen anzubieten, da nicht alle von Zuhause Obst mitbekommen", erzählt Annett Meylan, die Elternratsvorsitzende. Einziger Kritikpunkt: Das Obst vom Biohof wird ungewaschen und ungeschält in die Schule gebracht. "Man muss immer jemanden finden, der alles reinigt und zubereitet. Das ist viel Arbeit", betont Schulleiter Tilo Oeser. Petra Zais, Mitglied des Landtages, nahm gestern ebenfalls an dem Projekttag teil und kündigte an, die Kritik der Schule am Förderprogramm weiterzugeben.