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Durchwachsene Bilanz

Industrie Sinkende Umsätze, aber größeres Auftragsvolumen

Leicht gebremst, doch durchaus mit guten Zukunftsaussichten zeigte sich die Chemnitzer Industrie im ersten Halbjahr 2015, wie die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) in dieser Woche mitteilte. Zwar sanken die Umsätze der Industrieunternehmen unter 50 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. "Dennoch ist der Gesamtumsatz von über 1,412 Milliarden Euro weiterhin eines der besten Ergebnisse in den vergangenen zehn Jahren", so die CWE. Insbesondere beim Auslandsumsatz mussten die Unternehmen Einbußen hinnehmen - hier dürfen die schwierige außenpolitische Lage mit den Russland-Sanktionen, aber auch Wachstumsdellen in China als Ursache angenommen werden. Letztere dürften insbesondere den Fahrzeugbauern zu schaffen gemacht haben, die einen Gutteil der Umsatzrückgänge hinnehmen mussten. Die Wirtschaftsförderer rechnen jedoch insgesamt nicht mit einem deutlichen Einbruch in diesem Jahr, was vor allem an gut gefüllten Auftragsbüchern liegt: "Über alle Industriebranchen hinweg liegt das Volumen der Auftragseingänge um 6,58 Prozent über dem des Vorjahres", so die CWE. Insbesondere die Maschinenbauer der Stadt legten beim Auftragsvolumen um 38 Prozent zu. Entsprechend haben Umsatzeinbußen noch keine negativen Auswirkungen auf die Mitarbeiterplanung der großen Unternehmen, im Gegenteil: Zwischen Januar und Juni beschäftigten sie zusammen sogar 214 Menschen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt waren damit im Halbjahresschnitt 11.435 Menschen bei größeren Industrieunternehmen in der Stadt angestellt.



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