Ein Geburtstag von unten

jubiläum Rund um den Nischl wird am 5. Mai 200. Geburtstag gefeiert

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Das Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz. Foto: bl

Einen "Geburtstag von unten" wollen verschiedene Akteure am 5. Mai feiern. Anlass ist der 200. Geburtstag des Philosophen Karl Marx, einst Namensgeber der Stadt. "Rund um den Marx-Monument wollen wir ihm unser eigenes Denkmal setzen", so Mike Melzer von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, die das Event mitgestaltet. Auch der Deutsche Gewerkschafts-Bund ist involviert, er lädt am 5. Mai zu einer Reihe von Diskussionsrunden an den "Nischel". So werden Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertreter Marx' Rolle für die heutige Sozialpartnerschaft debattieren, drei Professoren der TU Marx miteinander diskutieren und verschiedene Bundestagsabgeordnete die Sicht der Politik auf den Philosophen beitragen.

So viel ist geplant

Hinzu kommt ein kulturelles Programm bereits tagsüber, das dann am frühen Abend in der nächsten Auflage der "Am Kopp"-Konzerte mit der Band "Turbostaat" seinen Höhepunkt finden wird. Deshalb verzichtet in diesem Jahr das parallel im Stadthallenpark stattfindende Ereignis "Willkommen in Chemnitz" auf eigene Musik, wie Veranstalter Chris Dietrich vom Kulturwerkstatt e.V. erklärte. Erneut werden sich aber im Stadthallenpark etwa 20 Vereine der Bevölkerung vorstellen.

Neu in Chemnitz: Parade der Vielfalt

Ebenso kommt die Dresdener "Parade der Vielfalt" erstmals nach Chemnitz - ab 15 Uhr will sie vom Hauptbahnhof am Marx-Kopf vorbei bis zum Neumarkt ziehen. Mit Marx geht es dann bei der am Abend bevorstehenden Museumsnacht weiter. Zum einen werden in einer Ausstellung im Industriemuseum die Einreichungen von Chemnitzern mit ihren Erinnerungen an Marx präsentiert. Zum anderen soll es um 21 Uhr noch zu einer Performance am Denkmal kommen. Mehrere Führungen sollen den Tag abrunden.