Ein guter Deal für Umwelt und Geldbeutel

Handel "Kein Krempel" nach Bauarbeiten wieder besser erreichbar

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Jan Übelhauser liefert keinen Krempel an Kunden aus. Foto: Bernd Weimershauß

Als nach einer Bauzeit von reichlich einem Jahr endlich die neue Straßenbahnlinie zum Campus eröffnet wurde, war Jan Übelhauser erleichtert. Er betreibt an der Reichenhainer Straße 48 (Ecke Ebertstraße) sein Geschäft "Kein Krempel". Durch die Baustelle war der Laden schwer zugänglich.

Bauarbeiten brachten Nachteile für den Besitzer

"Ich hatte eine Einbuße von 30 Prozent", erklärt Jan Übelhauser und betont: "Das war hart an der Schmerzgrenze." Zwar habe sich seine wirtschaftliche Situation inzwischen gebessert, aber der negative Effekt aus der Bauzeit wirkt noch etwas nach. Denn es muss erst wieder in die Köpfe, dass es hier günstig keinen Krempel zu kaufen gibt.

Jan Übelhauser störte es schon immer, wenn Geräte vorzeitig zum nutzlosen Krempel abgestempelt werden und auf dem Sperrmüll landen. Daher hat er es zu seiner Aufgabe gemacht, keinen Krempel das vorzeitige Ende zu ersparen und die Waschmaschinen, Kühlschränke, Geschirrspüler usw. einer weiteren Nutzung zuzuführen.

Gut für Umwelt und Geldbeutel

Davon profitiert einerseits die Umwelt, da weniger Neugeräte produziert werden müssen und somit der Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung sinken. Anderseits nutzt "Kein Krempel" jenen Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben. "60 bis 70 Prozent unserer Kunden sind junge Leute und Studenten. Aber es kommen auch viele zu mir, denen es nicht ums Geld geht, sondern um die Umwelt. Ich liefere nicht nur in Studentenbuden, sondern auch in schicke Einfamilienhäuser."

Und so funktioniert "Kein Krempel": Jan Übelhauser kauft funktionstüchtige Geräte auf oder holt defekte Haushaltsgeräte kostenlos ab (spart also den Besitzern die Entsorgung). Dann werden die Geräte überprüft, gewartet sowie repariert und schließlich mit einer Garantie von sechs bis 16 Monaten verkauft.