Ein Jahr nach Galeria-Aus: Was sich im Gebäude getan hat und wie es weiter geht

Ein Jahr nach der Galeria-Schließung in Chemnitz ist das Gebäude im Umbau. Nach Bäckerei und Eiscafé sollen bald Ämter ins Gebäude ziehen.

Chemnitz

Vor einem Jahr, am 31. August 2024, schloss Galeria Kaufhof am Standort Chemnitz nach 23 Jahren seine Türen.

Die Filiale gehörte zu den 16 von 92 betroffenen Standorten, die nach langem Abwägen und drei Insolvenzanträgen geschlossen werden mussten. Rund 1.400 Beschäftigte verloren ihren Job.

Gerüchte über Gerüchte - doch was ist wirklich geplant?

Doch was hat sich in den letzten zwölf Monaten seitdem im Standort am Neumarkt getan und was wird in Zukunft mit dem Gebäudekomplex passieren? Gerüchte über ein Hotel, ein Fitnessstudio, ein Kino und neue Einzelhandelsgeschäfte machten die Runde.

Erstes Leben zog mit Bäckerei und Eiscafé ein

Doch was hat sich wirklich getan? Die Sächsische Großbäckerei Union GmbH Emil Reimann zog als Erstes, direkt im September 2024, mit ihrem Bäckerladen auf 200 Quadratmetern im Erdgeschoss links ein.

Auch das italienische Eiscafé Ferioli hat kurz darauf auf der rechten Seite im Erdgeschoss geöffnet. Mehr passierte jedoch vorerst nicht - was Kritik von außen brachte, da das Kulturhauptstadtjahr 2025 vor der Tür stand.

Stadtrat verkündet Pläne für die oberen Etagen

Dann erklärte der Chemnitzer Stadtrat im Januar 2025 seine neuen Pläne für die oberen beiden Etagen des Kaufhofgebäudes (BLICK.de berichtete): Die städtischen Ämter und Behörden, die aktuell im Standort Moritzhof und Alte Post sitzen (dazu gehören u.a. das Jugendamt, das Sozialamt, das Standesamt, das Amtsgericht, uvm.), sollen künftig in die oberen Stockwerke des alten Galeria-Gebäudes umziehen und dort mindestens 15 Jahre bleiben, mit einer Option auf Verlängerung. Der Eingang soll sich zukünftig, nach den Entwürfen des Architektenteams von Beier Virtual Architecture Braunschweig, dann in der Seitenstraße "Am Rathaus" befinden.

"In den unteren beiden Etagen wird es Gastronomie und Einzelhandel geben. Damit erhält das zentralste Gebäude der Stadt eine multifunktionale Nutzung sowie einen repräsentativen Charakter mit einer ganzheitlichen Nutzung aller Etagen", hieß es von Seiten der Stadt.

Was ist noch geplant?

Doch bis die Ämter einziehen werden, dauert es voraussichtlich noch eine Weile, da die aktuellen Mietverträge noch bis 2028 laufen.

Die verantwortlichen Eigentümer des Gebäudes halten sich seitdem mit weiteren Informationen bedeckt und wollen sich zum aktuellen Zeitpunkt auch nicht dazu äußern, wann die Behörden tatsächlich umziehen werden und ob es gegebenenfalls vor 2028 schon geschehen wird.

Gebäude befindet sich in Entkernungsphase

Ein Sprecher des Gebäudekomplexes sagte auf BLICK.de-Anfrage, dass man sich zum aktuellen Zeitpunkt auch nicht zu weiteren Nutzungen und Einmietungen öffentlich äußern könne, da sich Vieles noch in der Planung befände. Aktuell sei das Gebäude jedoch in der "Phase der Entkernung", so die Vermieter.

 

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