Ein Klassiker im Heute interpretiert

Theater In Chemnitz wird Frankenstein in heutige Zeit versetzt

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In der modernen Version von Frankenstein geht es um digitale Selbstinszenierung. Foto: Theater Chemnitz

Die erste Premiere im Figurentheater, am 16. September um 20.00 Uhr, widmet sich einem Klassiker der Weltliteratur - "Frankenstein oder Der moderne Mensch" von Mary Shelley. Regisseur Nis Søgaard und Ausstatterin Jana Barthel verlagern die Geschichte aus dem berühmten Roman von 1818 ins Jetzt:

Der junge Protagonist Frank Stein ist darin seit seiner Jugend mit der virtuellen Welt verbunden, mit seinem Smartphone verbringt er beinahe jede freie Minute in seiner digitalen Wirklichkeit. Zwischen Social-Media-Kanälen, Algorithmen, Chats und Live-Video experimentiert er mit den Möglichkeiten der digitalen Manipulation und Selbstinszenierung und schraubt an einem neuen, virtuellen Ego.

"Schritt für Schritt legt er ein ideales Spiegelbild seiner selbst frei, das sich mehr und mehr verselbstständigt. Das digitale Abbild wird plastischer und stärker. Doch wer ist Frank Stein wirklich?", fragen die Theater Chemnitz.

In der Produktion für Jugendliche ab 15 Jahren spielen Claudia Acker, Mona Krueger und Tobias Eisenkrämer. Weitere Vorstellungen finden am 18. September um 20.00 Uhr sowie am 13. Oktober um 20.00 Uhr statt.