Ein Klima, das Gründer animiert

Start-ups Junge Unternehmer wünschen sich eine attraktivere Stadt

Chemnitz wird im kommenden Jahr Ausrichter der Jahrestagung der deutschen Technologie-, Innovations- und Gründerzentren. Dies kündigte Bertram Dressel, Präsident des bundesweiten Dachverbands ADT, diese Woche bei einer Podiumsdiskussion im Technologie Centrum Chemnitz (TCC) an, die im Rahmen der Gründerwoche Deutschland stattfand. Kernthema der Tagung, zu der etwa 100 Geschäftsführer deutscher Technologiezentren erwartet werden, soll die Frage sein, wie die deutsche Wirtschaft durch junge Unternehmen an Innovationskraft gewinnen kann. Bei der Podiumsdiskussion wurde Chemnitz insgesamt ein Klima bescheinigt, das Menschen zum Gründen eines Unternehmens animiere: "Stadt und Region sind da Vorreiter in Sachsen", attestierte IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich, auch wenn eine bessere finanzielle Ausstattung des TCC anzustreben sei. Zurückgehende Zahlen von Unternehmensgründungen begründete er mit der insgesamt guten wirtschaftlichen Lage: "Wir haben weniger Notgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus." Kritischer sahen teilnehmende Unternehmer aus Start-up-Unternehmen die aktuelle Situation in der Stadt: "Für wachsende Unternehmen wird es schwieriger, Fachkräfte zu finden", erklärte beispielsweise Lars Fassmann, Geschäftsführer eines Software-Unternehmens: "Die Stadt muss da attraktiver werden." Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig setzt diesbezüglich insbesondere auf den Brühl: "Wir hoffen, dass dies ein Anziehungspunkt für kreative junge Menschen werden wird."