Ein letztes Mal Mittelalter-Weihnachtsmarkt in Chemnitz - Nach vielen Jahren ist Schluss

Veranstalter meldet sich zu Wort

Chemnitz

Ein Stück Mittelalter, das jedes Jahr aufs Neue verzaubert - Der Weihnachtsmarkt in der Inneren Klosterstraße gilt für viele als einer der romantischsten Orte der Adventszeit. Umso schwerer trifft nun die Nachricht, die der Veranstalter Bibow Communications GmbH bestätigt hat: Der historische Mittelalter-Weihnachtsmarkt öffnet in diesem Jahr zum letzten Mal seine Pforten.

Historische Stände

Zwischen urigen Holzständen, leuchtenden Herrnhuter Sternen, flatternden Fahnen und dem Duft nach Glühwein wirkte er wie eine kleine Zeitreise mitten im Chemnitzer Adventstrubel.

Beliebter Weihnachtsmarkt

Was 2005 als "fixe Idee" begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem der beliebtesten Anziehungspunkte in der Innenstadt. Mit Feuergaukelei, Live-Musik an den Adventswochenenden und traditionellem Handwerk lockte der historische Markt jährlich zahlreiche Besucher in die Innere Klosterstraße.

Finanzierung würde nicht ausreichen

Doch nun hat die Stadtverwaltung Chemnitz die Veranstaltungsfläche Innere Klosterstraße und Jakobikirchhof geteilt und in zwei Paketen öffentlich ausgeschrieben. Dabei war dem mittelalterlichen Bereich der Jakobikirchhof nebst einem etwa 50 Meter langen Teilstück der Inneren Klosterstraße zugedacht worden.

Schweren Herzens abgesagt

Henri Bibow, Chef der Torgauer Mittelalter-Agentur "Sündenfrei", erklärt, dass die kleinere Fläche für die Finanzierung der geforderten Aufgaben - Marktgestaltung, Bühnenprogramm, Handwerk, Sicherheit, Gema und städtische Gebühren - nicht ausreichen würde. "Wir hätten nur etwa die Hälfte unserer Stände unterbekommen", gibt der Agenturchef an, "da mussten wir die Ausschreibung schweren Herzens absagen."

Weihnachtsmarkt findet zum letzten Mal statt

Damit endet in diesem Jahr eine lange Tradition: Der Mittelalter-Weihnachtsmarkt wird zum letzten Mal stattfinden. Eröffnet wird am Freitag, 28. November, um 16 Uhr.

Update von 16.20 Uhr 

Persönliche Stellungnahme vom Veranstalter selbst

Der Geschäftsführer Henri Bibow äußerte gegenüber der BLICK.de Redaktion: "Wir bedauern es sehr, aus Chemnitz weggehen zu müssen. Die Entscheidung der Stadtverwaltung, die Mittelalterfläche derart zu verkleinern, ist uns absolut unverständlich, da wir wissen, dass wir zahlreiche Freunde in Chemnitz gefunden haben, die den Mittelaltermarkt lieben. in einer Zeit, die so turbulent ist wie die unsere, ist eine Besinnung auf Traditionen wichtig."

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