Ein Lufthansa-Jet namens Chemnitz

Jubiläum Flugzeug mit dem Namen der Stadt seit 25 Jahren unterwegs

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Seit 25 Jahren unterwegs: Der Lufthansa Jet "Chemnitz". Foto: Lufthansa

Seit nunmehr 25 Jahren dient ein Flugzeug der Lufthansa als Fliegender Botschafter von Chemnitz. Mittlerweile ist der Namensträger in zweiter Generation ein Mittelstrecken-Jet vom Typ Airbus 321-200, der auch noch ausgesprochen fleißig ist: An ihrem Jubiläumstag am 10. Juni steuert die "Chemnitz" von ihrem Heimatflughafen Frankfurt aus erst London, dann das schottische Edinburgh und schließlich Moskau an.

Am Sonntag stehen dann Malta, Wien und Stuttgart auf dem Flugplan, und am Montag kann man den Namen "Chemnitz" in Blau auf Weiß unter anderem auf den Flughäfen von Warschau, Barcelona und Sankt Petersburg lesen.

Mehr als 70.000 Stunden in der Luft

Die erste "Chemnitz", ein Airbus vom Typ A310-300, war schon kurz nach der Wende, im November 1991, in Dienst gestellt und am 10. Juni 1992 auf den Namen der drittgrößten Stadt Sachsens getauft worden. Der Jet mit dem Luftfahrt-Kürzel D-AIDM - laut Piloten-Alphabet "Delta-Mike" genannt - geriet 1993, aufgrund einer glimpflich verlaufenen Flugzeugentführung kurz in die Schlagzeilen der Weltpresse.

Der Lufthansa leistete die alte "Chemnitz" rund acht Jahre lang treue Dienste: Gut 26.500 Flugstunden und rund 5.500 Starts und Landungen standen für die A310-300 zu Buche, als sie im Jahr 2000 ins Ausland verkauft wurde. Im selben Jahr, am 4. Mai 2000, wurden - im Beisein des damaligen Chemnitzer Oberbürgermeisters Peter Seifert - in Hamburg Namen und Stadtwappen von Chemnitz auf den neuen Fliegenden Botschafter übertragen.

Auf dem Jungfernflug nach Frankfurt kreiste der Airbus dreimal über "seiner" Stadt in Westsachsen. In 17 Dienstjahren hat die aktuelle "Chemnitz" bereits stolze 45.300 Flugstunden absolviert und ist insgesamt rund 30.900 Mal auf nahezu allen großen Flughäfen Europas gestartet und gelandet.

Tradition seit 1960

Die Tradition der Lufthansa, ihre Flugzeuge nach deutschen Bundesländern und Städten zu benennen, reicht bis ins Jahr 1960 zurück. Damals gab es in Frankfurt die erste Flugzeugtaufe, als die "Kranichlinie" ihren allerersten Langstrecken-Jet, die damals moderne Boeing 707, in Dienst stellte. Der vierstrahlige Jet erhielt den Namen "Berlin". Taufpate war der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt.