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Ein neues Congresscenter für Chemnitz: Nachhaltigkeit trifft Kunst

Einblick Innenarchitektin Sibylle Kasel gestaltete das Carlowitz Congresscenters

Die Namensgebung des im Herbst 2020 eröffneten Carlowitz Congresscenters Chemnitz wurde durch den Schöpfer des Nachhaltigkeitsbegriffs inspiriert: Hans Carl von Carlowitz. Die Verbindung zur Natur zieht sich auch durch das Gestaltungskonzept, das von der Leipziger Innenarchitektin Sibylle Kasel umgesetzt wurde. "Dass wir in der Natur viel besser lernen, leben und entspannen können und kreativer sind, ist wissenschaftlich lange bekannt - deshalb wurden möglichst natürliche Materialien, wie nachwachsendes Holz aus der Region, Stein und Glas, verwendet", erklärt Sibylle Kasel.

Eine Architektur mit freier, weiche Formgebung statt Geometrie und Geradlinigkeit

Im Gegensatz zu der strengen Sechseck-Architektur des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes aus den 1970er Jahren wurden für die Konzeptumsetzung außerdem freie, weiche Formen gewählt. "Visionen und neue Gedanken entstehen in freien, entspannten Köpfen, welche nicht in mathematisch, geradlinig umgrenzten Räumen mit kantigen, bizarren Formen möglich wären", erklärt die Innenarchitektin. Durch mobile, akustisch wirksame Trennwände werden zweckorientierte Raumgrößen ermöglicht. Gleichzeitig sind die Möblierungs-, Beleuchtungs-, Belüftungs- und Verschattungsmöglichkeiten multifunktional hergestellt worden. Sibylle Kasel: "Auch Lichtszenerien können absolut individuell eingestellt werden. Das bedeutet, die gesamten Räumlichkeiten können je nach Veranstaltung gänzlich oder raumweise in weißes, rotes, gelbes, blaues oder grünes Licht getaucht werden. Dabei sind die Helligkeiten, die Farbwärme und Farbintensionen einstellbar." Zudem beteiligten sich insgesamt sechs Künstler an der Ausgestaltung der Räume.