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Ein Quantensprung in der Notfallmedizin

Übergabe Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge erhält 35 neue Beatmungsgeräte

Der Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge geht bei seiner technischen Ausrüstung bundesweit voran. "Wir sind die ersten, die in Deutschland die neuen Beatmungsgeräte einsetzen", sagte Geschäftsführer Boris Altrichter zur Übergabe am Donnerstag. Das sei ein Quantensprung für die Notfallbeatmung und zwar sowohl unter technischen und medizinischen Aspekten als auch mit Blick auf Bedienphilosophie und Patientensicherheit.

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Die insgesamt 35 neuen Beatmungsgeräte umfassen alle modernen Beatmungsverfahren und sind speziell für die Akutversorgung konzipiert. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen. Durch geeignete Voreinstellungen entfällt künftig die bisher nötige Einstellung einer Vielzahl von Parametern. Neu ist zudem eine spezielle Beatmungsform für Reanimationen, die die speziellen Interaktionen von Herzdruckmassage und Beatmung berücksichtigt. Die für die Beatmung nötige Druckluft wird im Gerät durch eine Turbine erzeugt. "Dadurch wird Sauerstoff eingespart, der im Rettungsdienst nur in eng begrenzter Menge mitgeführt werden kann" so Boris Altrichter, der sich dazu im Vorfeld mit Krankenhäusern abgestimmt hat.

Dort seien turbinenbetriebene Geräte bereits häufiger Einsatz. "Ein weiterer Vorteil: So ein Gerät ist deutlich leichter als die Vorgänger. Bei oft mehr als zehn Einsätzen in einer 12-Stunden-Schicht ist das eine entscheidende Verbesserung für die Mitarbeiter", erklärt der Geschäftsführer." Seit September wurden Notfallsanitäter intensiv zur Notfallbeatmung geschult, so dass es auf allen Wachen qualifizierte Ansprechpartner gibt. Das sogenannte Gerät "Monnal T60" hat sich bisher in Frankreich und Österreich im Rettungsdienst bewährt. Die Kosten für die 35 Geräte betrugen rund 400.000 Euro.



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