Ein Rückblick & Alles Gute CFC – I. Teil: Der FCK wird Meister! (1966-1979)

Welche Spieler und Trainer haben beim FCK bzw. CFC Geschichte geschrieben.

Chemnitz

Chemnitz. Der 15. Januar ist für alle Fans und Sympathisanten des Chemnitzer FC ein besonderer Tag. Denn an diesem wurde 1966 der FC Karl-Marx-Stadt gegründet – und dieser hat vor 60 Jahren gleich in seiner zweiten Saison eindrucksvoll für Furore gesorgt. Nach dem Gewinn der DDR-Meisterschaft folgte die Teilnahme am „Europapokal der Landesmeister“. Bis zur Wiedervereinigung stand der FCK dreimal im Finale des FDGB-Pokals, die jeweils verlorengingen. Vor seiner Umbenennung am 13. Juni 1990 in Chemnitzer FC e.V. spielte der FC Karl-Marx-Stadt noch zwei starke Spielzeiten in der DDR-Oberliga und tourte in den Wirren der Wendezeit durch Europa.

In den 1990er Jahren stechen – neben den Spielzeiten in der 2. Bundesliga – vor allem der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals 1993 sowie 1999 der Aufstieg in die 2. Bundesliga heraus. 2011 sowie 2019 stiegen sie jeweils von der Regionalliga in die 3. Liga auf. Am 18. Oktober 2018 erfolgte die Ausgliederung der ersten Mannschaft in die Chemnitzer FC Fußball GmbH, Mehrheitseigner ist der Chemnitzer FC e.V.

Nach dem sofortigen Wiederaufstieg 2019 folgte 2020 direkt der Abstieg. Seitdem spielt der Chemnitzer FC in der Regionalliga-Nordost.

In einer dreiteiligen Serie werfen wir einen Blick auf diese sechs Jahrzehnte und stellen dabei relevante Spieler und Trainer vor, welche die Geschichte des FC Karl-Marx-Stadt und des Chemnitzer FC auf dem Platz und/oder der Trainerbank nachhaltig geprägt haben.

1966-1970: Gründung, Meisterschaft & Europapokal

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte des FC Karl-Marx-Stadt und der damals geborene Schlachtruf mit „Mit Erler, Vogel, Feister – der FCK wird Meister!“ ist heute noch omnipräsent – ob als Fangesang, auf einer großen Schwenkfahne oder Schals sowie an Stadionwänden. Das Team von Trainer Horst Scherbaum (95 Spiele) spielte eine herausragende Saison und gewann die DDR-Meisterschaft. Stützen des Teams waren Torwart Manfred Hambeck, Eberhard Schuster, Fritz Feister, Peter Müller (343 Spiele, 2 Tore), Albrecht Müller (271 Spiele, 25 Tore), Manfred Lienemann sowie die

Nationalspieler Dieter Erler und Eberhard Vogel (143 Spiele, 59 Tore). In der Saison 1967/68 landeten die Scherbaum-Schützlinge auf dem sechsten Platz.

Im „Europapokal der Landesmeister“ wartete in der ersten Runde der RSC Anderlecht. Das Hinspiel vor 45.000 Zuschauern im „Ernst-Thälmann-Stadion“ ging 1:3 verloren, den Ehrentreffer – und damit das erste internationale Tor in der Vereinsgeschichte – erzielte Rolf Steinmann. Im „Emil-Versè-Stadion“ traf FCK-Kapitän Schuster zur frühen Führung, welche die Belgier vor 35.000 Zuschauern noch in einem 2:1-Sieg drehen konnten. Ebenfalls in der Saison 1968/69 marschierte man bis ins Finale des FDGB-Pokals. Der 1. FC Magdeburg siegte vor 20.000 Zuschauern im Dresdner „Rudolf-Harbig-Stadion“ mit 4:0. In der darauffolgenden Saison ging es in die DDR-Liga runter.

1970-1979: Überraschungsmeister nistet sich im Mittelfeld ein

Die 1970er Jahre starteten mit dem sofortigen Wiederaufstieg in die DDR-Oberliga. 1972 folgte der Gewinn des einmalig ausgespielten „Fuwo-Pokals“. Vor 12.000 Zuschauern im „Dr.-Kurt-Fischer-Stadion“ sorgten Hartmut Rauschenbach und Friedrich-Wilhelm Göcke für den 2:0-Erfolg über den BFC Dynamo. Verantwortlich dafür war Trainer Gerhard Hofmann. Zwischen den Pfosten stand Wolfgang Krahnke, der die mit 297 meisten Einsätze eines Torhüters für die himmelblau-weißen Farben hat. Jürgen Bähringer (409 Spiele, 70 Tore) trug stolze 15 Jahre das FCK-Logo auf seiner Brust und wurde später verdienterweise zum Ehrenspielführer ernannt. Dem Kader gehörten außerdem der langjährige Kapitän Frank Sorge (349 Spiele, 39 Tore), Christoph Franke sowie Nationalspieler Joachim Müller (427 Spiele, 84 Tore) an. In der Saison 1972/73 landete der FC Karl-Marx-Stadt auf einem beachtlichen fünften Platz und verpasste damit knapp den Einzug in den Europapokal. Die nächsten Jahre waren von mittelmäßigen Leistungen geprägt.

Im zweiten Teil lesen Sie, wie sich der FC Karl-Marx-Stadt in dem Jahrzehnt vor der deutschen Wiedervereinigung geschlagen hat und wie die 1990er Jahre – nach der Umbenennung in den Chemnitzer FC – liefen.

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