Ein Rückblick & Alles Gute CFC - III. Teil: Der CFC springt zwischen Liga-Welten! (2000-2025)

Zwischen langer Leidenszeit in der Unterklassigkeit & Spielen in der zweiten und dritten Liga.

Chemnitz

Zum ersten Spieltag der Zweitliga-Saison 1999/2000 gastierte mit Borussia Mönchengladbach gleich ein Traditionsverein in Chemnitz und wurde vor 12.521 Zuschauern auf der ausverkauften "Fischerwiese" von Marco Dittgen mit einem Doppelpack wieder an den Niederrhein zurückgeschickt.

Im Mittelfeld führte mit Nebojsa Krupnikovic ein überragender Stratege Regie, der später seine Karriere in der Bundesliga bei Hannover 96 fortsetzte. Zudem rückten mit Daniel Göhlert und Peer Kluge zwei Talente aus dem himmelblauen Nachwuchs bei den Profis auf, die sich in den Folgejahren in der ersten und zweiten Bundesliga etablierten.

Eine Abstiegs-Saison mit drei Siegen

Die zweite Saison in der 2. Bundesliga verlief katastrophal und endete 2001 mit dem bitteren Abstieg. Diesen konnte Offensivspieler Ervin Skela nicht verhindern. Der Chemnitzer FC blieb anschließend in der Regionalliga-Nordost stecken und rutschte nach einer Liga-Reform 2006 sogar in die NOFV-Oberliga ab.

In diesem Jahrzehnt konnte zweimal der "Wernesgrüner Sachsenpokal" (2006 & 2008) gewonnen werden. In den unterklassigen Jahren spielten unter anderem Markus Ahlf, Ingo Walther, Stefan Meissner, Ersin Demir und Steffen Karl für den CFC.

 

2010 bis 2019: CFC wird zum Rekordsachsenpokalsieger!

Und mit Sachsenpokalsiegen machte der Chemnitzer FC im folgenden Jahrzehnt weiter. Die Himmelblauen holten diesen weitere sechs Mal und sind damit zum unangefochtenen Rekordsachsenpokalsieger emporgestiegen. 2010 wurde der höherklassige FC Erzgebirge Aue besiegt. Julius Reinhardt, Tobias Becker und Chris Löwe (126 Spiele, 13 Tore) erzielten die Tore beim 3:2-Sieg vor 9.670 Zuschauern auf der "Fischerwiese". 2011 gelang zudem endlich der Aufstieg in die 3. Liga. Trainer Gerd Schädlich (147 Spiele) bildete aus den "jungen Wilden" und den "alten Erfahrenen" eine erfolgreiche Mannschaft.

Sieben Jahre 3. Liga

Der CFC war bis 2018 ein fester Bestandteil der 3. Liga und klopfte mehrfach ans Tor zur 2. Bundesliga an. Trotz guter Spieler - wie Toni Wachsmuth, Marc Endres und Tim Danneberg - ging zum Saisonfinale stets die Puste aus. Mit Anton Fink (224 Spiele, 118 Tore) und Daniel Frahn (128 Spiele, 64 Tore) hatten die Himmelblauen in jenen Jahren Toptorjäger in ihren Reihen. Nach dem Abstieg flog die Mannschaft nahezu komplett auseinander. Mit Jakub Jakubov, Niklas Hoheneder, Tobias Müller und Dejan Bozic (133 Spiele, 61 Tore) wurden neue Leistungsträger verpflichtet, dazu setzten sich mit Tim Campulka und Erik Tallig wieder zwei Nachwuchstalente bei den Profis durch. Trainer David Bergner führte den CFC - nach 15 Startsiegen in Serie - sofort wieder in die 3. Liga, allerdings dauerte das Intermezzo nur ein Jahr. Herausragend war in der Abstiegssaison vor allem Philipp Hosiner (29 Spiele, 20 Tore).

2020 bis heute: Der schwere Weg aus der Regionalliga-Nordost!

Nach dem erneuten Abstieg 2020 in die Regionalliga-Nordost sitzt der CFC in dieser fest, kämpft kontinuierlich um Konsolidierung und Weiterentwicklung. Prägend für diese fünf Jahre ist Robert Zickert (136 Spiele, 6 Tore) gewesen. Beim zwölften und zugleich letzten Erfolg 2022 im "Wernesgrüner Sachsenpokal" war Zickert mit dabei. Zwei Finals verlor "Zicke" ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein 1. FC Lokomotive Leipzig. Mit Tom Baumgart kehrte wieder ein Spieler zu seinem Jugendverein zurück. Ein Höhepunkt der letzten Jahre war zudem das DFB-Pokalspiel im Sommer 2022, als man dem damaligen Champions League-Teilnehmer Union Berlin knapp mit 1:2 unterlag.

Legenden-Elf wird gewählt

Der Chemnitzer FC hat in Zusammenarbeit mit der CFC-Fanpage anlässlich dieses Jubiläums die "Wahl der Legenden-Elf zu 60 Jahre FCK und CFC gestartet. Ab sofort kann diese unter folgendem Link gewählt werden.

Am Dinstag lest Ihr ein Interview mit einem FCK- und CFC-Spieler, der nach seiner Karriere erst als Co-Trainer und anschließend als Mannschaftsleiter den Himmelblauen treu geblieben ist.

 

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich