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Ein Sofa verbindet Kulturen

Jubiläum Couchsurfing-Szene Chemnitz feierte am Karl-Marx-Kopf

Länder auf der ganzen Welt kennenlernen, dabei bei fremden Menschen auf dem Sofa schlafen, deren Gastfreundschaft genießen und keinen Cent dafür bezahlen - das ist das Prinzip von Couchsurfing. Seit 2003 gibt es die internationale Plattform, die darauf zielt, Menschen zu verbinden, die Vielfalt der Kulturen zu erspüren und dabei keine monetären Gedanken zu hegen. Die Mitglieder nutzen dabei eine Website, um ihre kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden, selbst eine Unterkunft oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen.

Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen

"Man wird aufgenommen wie ein Freund oder Familienmitglied und kann im Gegenzug selbst Personen aus der ganzen Welt bei sich beherbergen", erzählt Hans Viktor Alexis Fährmann. Er ist Botschafter des Netzwerks CouchSurfing und Moderator des lokalen Netzwerks der Chemnitzer Stadtgruppe, die am heutigen Samstagnachmittag ihr 100. Monatstreffen feiert. Im Zuge des "Am Kopp"-Konzertes, das am Samstag am Karl-Marx-Monument stattfand, gab es einen Pavillon der Couchsurfer, um über das Projekt zu informieren und Bürger zum Austausch einzuladen.

In Chemnitz gibt es aktuell 3500 Couchsurfer - also 3500 Sofas, auf denen Gäste schlafen und die Stadt kennenlernen können. "Das ist eine gute Zahl für eine Stadt von der Größe Chemnitz'", sagt Hans Viktor Alexis Fährmann. Er selbst hat bereits über 200 Mal "gecouchsurft" und dabei sowohl ferne Länder erkundet als auch Interessierten sein Chemnitz näher gebracht. "Dieses Prinzip der Gastfreundschaft baut auch Vorurteile ab", betont er. Wer beispielsweise einmal Gast in einer arabischen Familie war, wird ganz anders über diese Menschen sprechen, so Fährmann, der unter anderem als Integrationskursleiter an der Volkshochschule arbeitet.



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