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Ein Stadtgebiet mit Vorzeigecharakter

Konzept Brühl erhält bundesweite Aufmerksamkeit

Um das Stadtgebiet Brühl neu zu beleben, wurden in den vergangenen Jahren im Rahmen des Städtebauförderprogramms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" mehrere Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählt auch eine neue Wärmeversorgung, die von der Professur Technische Thermodynamik der TU Chemnitz gemeinsam mit dem Energieversorger eins, seinem Netzbetreiber inetz sowie der Stadt Chemnitz entwickelt und umgesetzt wurde.

Das Besondere: "Die Wärmeversorgung des etwa zehn Hektar großen Brühls wurde vom bestehenden Fernwärmesystem entkoppelt und ein neues Niedertemperaturnetz aufgebaut, damit eine große Solarthermie-Anlage eingebunden werden konnte", berichtet Ulf Uhlig, Abteilungsleiter bei inetz.

Das Prinzip

"Die Sonne erwärmt das Fernwärmewasser in zwei Kollektoren-Feldern mit einer Gesamtfläche von 2.100 Quadratmetern auf mehr als 70 Grad Celsius", erläutert Uhlig. Abhängig vom Bedarf werde das heiße Wasser entweder in einem 1.000 Kubikmeter großen Wärmespeicher zwischengelagert oder direkt dem Quartier-Fernwärmenetz des Brühls zugeführt.

"Reicht die Sonnenkraft zum Beispiel in den Wintermonaten oder bei anhaltender Bewölkung nicht aus, wird Energie aus dem Rücklauf des zentralen Fernheiznetzes zur Erwärmung des Heizwassers genutzt", so Uhlig. Das energetische Quartierskonzept für den Brühl habe Vorzeigecharakter, denn es ist eines von zwölf Stellvertreterprojekten des Bundesbauministeriums für eine energetische Stadtsanierung.

"Interessenten aus anderen Kommunen kamen letzten Herbst extra in unsere Stadt, um von den Erfahrungen bei der Umgestaltung eines Quartiers zu lernen. Hier nimmt Chemnitz eine Vorreiterrolle ein", sagt Uhlig zufrieden. Aktuell werden beinahe 200 Häuser des Stadtviertels mit rund 1.300 Wohneinheiten mit Sonnenkraft beheizt.



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