Ein Zeichen gegen Gewalt und Unterdrückung

Aktion Kampagne "One Billion Rising" auf Chemnitzer Neumarkt

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Chemnitz Neumarkt vorm Rathaus Aktion gegen die Gewalt an Frauen mit Tanz und Musik. Links im Bild: Heike Froede. Foto: Andreas Seidel

Die Arme kraftvoll in die Luft strecken als Zeichen für Power und Solidarität: Frauen, Mädchen und Männer sind am kommenden Mittwoch, dem 14. Februar um 16 Uhr, auf dem Chemnitzer Neumarkt wieder eingeladen, sich an einem Tanz-Flashmob zu beteiligen.

Sprengt die Ketten!

Bewegt wird sich zur Choreographie von Debbie Allen zu "Break the Chain" und zu der deutschen Version "Sprengt die Ketten", um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen. Zum vierten Mal findet damit die weltweite Kampagne "One Billion Rising" in Chemnitz statt.

Sie geht zurück auf Äußerungen des republikanischen US-Abgeordneten und Abtreibungsgegners Todd Akin im Jahr 2012. Dieser hatte behauptet, dass selbst Schwangerschaften, die durch Vergewaltigung entstehen, nicht beendet werden dürften und in einem Interview von "legitimer Vergewaltigung" gesprochen.

Ein Zeichen gegen Unterdrückung

Mit "One Billion Rising", was zu deutsch so viel heißt wie "Eine Milliarde erhebt sich", stellen sich seitdem jährlich am 14. Februar weltweit Frauen auf, um Denkanstöße zu geben. "Wir solidarisieren uns mit dieser Aktion mit den Frauen auf der ganzen Erde und zeigen, dass wir Gewalt und Unterdrückung nicht hinnehmen", erklärt Heike Froede.

Die Trainerin für gewaltfreie Kommunikation ist die Initiatorin der Aktion in Chemnitz. Vor vier Jahren habe sie durch eine Freundin aus Bochum davon erfahren und sich sofort gedacht: "So etwas könnten wir auch hier in der Stadt organisieren und erleben!"

In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten und dem Netzwerk der Chemnitzer Fraueninitiativen riefen Frauen und auch Männer dann am 14. Februar 2015 das erste Mal zum Mittanzen auf. "Zusammen tanzen schafft eine Verbindung. Es zeigt auch - niemand ist allein. Und es ermutigt, aus Situationen wie häuslicher Gewalt oder Ausbeutung herauszukommen", erzählt Heike Froede.