Eine App, die Leben rettet und leuchtende Trinkhalme

Unternehmen Gründernetzwerk kürt Geschäftsideen

eine-app-die-leben-rettet-und-leuchtende-trinkhalme
Foto: Free-Photos/pixabay

Geschäftsideen entstehen oft aus einem persönlichen Erleben heraus: So wie bei Elisa Israel. Einer ihrer Freunde hat Typ 1-Diabetes - und wenn er unterzuckert ist, kann er sich im schlimmsten Fall nicht mehr selbst helfen. Wäre es da nicht sinnvoll, eine Lösung zu haben, die automatisch den Notarzt alarmiert?

Elisa Israel, Studentin an der Hochschule Mittweida, will jetzt eine App entwickeln, die an Sensordaten über den Blutzuckerspiegel gekoppelt ist. Erst wird der Diabetiker gewarnt, wenn er darauf nicht reagiert, wird der Arzt gerufen. Mit dieser Idee setzte sich Elisa Israel am Montag beim diesjährigen Wettbewerb des südwestsächsischen Gründernetzwerks Saxeed durch. In der Kategorie der Studierenden gewann sie vor dem jordanischen Studenten Abdallah Mola von der TU Chemnitz, der mit seinem Unternehmen Sim Car ältere Automodelle an den Segnungen der Digitalisierung teilhaben lassen will.

Oft entstehen aus den Wettbewerbs-Ideen Unternehmen

Auf Platz drei landete eine weitere Gruppe von Studierenden der FH Mittweida: Sie wollen Trinkhalme entwickeln, die farbig aufleuchten, wenn ein Getränk mit K.O.-Tropfen manipuliert wurde. Die Zielgruppe: Gastronomen und Partygänger. In der zweiten Kategorie, der Wissenschaftler, siegte ein Team von der TU Freiberg, das Verformungen an Babyköpfen entgegenwirken will. Die Lösung hier: ein Kissen mit einem metallischen Kern, der sich durch Wärme immer wieder verformt. Das Kissen bleibt damit permanent in einer leichten Bewegung, sodass der Kopf sich nicht plattliegen kann.

"Wir haben oft erlebt, dass aus Ideen dieses Wettbewerbs Unternehmen werden", fasste Tino Krauß von der Volksbank Chemnitz, einer der Juroren und Sponsoren des Wettbewerbs, die Preisverleihung zusammen. Vielleicht gelingt das ja auch in diesem Jahr dem einen oder anderen der insgesamt 39 eingereichten Projekte.