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Eine Generationenaufgabe

Altlastensanierung Umweltminister besuchte Standorte im Raum Chemnitz

Die Sanierung von Umweltaltlasten wird Sachsen auch in den kommenden Jahren weiter stark beschäftigen. Dieses Fazit zog Umweltminister Thomas Schmidt diese Woche beim Besuch mehrerer Altlastenstandorte im Raum Chemnitz. "Dennoch können wir schon heute stolz auf das Geleistete sein. 750 Millionen Euro an staatlichen Geldern sind seit 1991 in die Sanierung von Altlasten geflossen. Rund 9 000 Hektar früher kontaminierte Flächen wurden saniert", so der Umweltminister.

Nach der Wiedervereinigung waren überall in Sachsen massive Umweltprobleme anzutreffen, darunter Hinterlassenschaften veralteter Industriestandorte und ungeordnete Mülldeponien. Wie komplex die Altlastenbearbeitung ist, wurde an den besuchten Standorten deutlich. So wurde der Standort des ehemaligen Chemiehandels Chemnitz 16 Jahre lang als Umschlagplatz für Flüssigchemikalien genutzt. Die Anlagen wurden abgerissen, das Gelände dient nun als Photovoltaik-Standort. Derzeit wird hochkontaminiertes Grundwasser entnommen und von Schadstoffen befreit. Diese Sanierung wird mit rund 2,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Mit ganzen 100 Millionen Euro schlägt die Beseitigung sogenannter Säureharzteiche in Neukirchen zu Buche. Dort wurden bis 1990 Rückstände aus der Mineralölherstellung in Lehm- oder Sandtagebaurestlöchern abgelagert. "Die Sanierung von Altlasten muss und wird weiter fortgesetzt werden", so der Minister abschließend. "Zum einen, um Umweltgefahren zu beseitigen. Zum anderen auch, weil wir es uns nicht leisten können, in unbegrenztem Maß unbelastete Naturflächen zu verbauen."



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