Eine stille Botschaft als Auftakt

Start Am Samstag beginnen die Interkulturellen Wochen in Chemnitz

Kein buntes Bühnenprogramm, keine kulinarischen Angebote rund um den Globus, keine sportlichen und künstlerischen Aktivitäten - die Interkulturellen Wochen werden als Samstag nicht wie in den letzten Jahren bunt, laut und schrill eröffnet. Stattdessen gibt es auf dem Neumarkt ab 16 Uhr nur die stille Botschaft: "Chemnitz ist vielfältig, Chemnitzer halten zusammen." Ein "Fest der Kulturen" wird es 2020 aufgrund der Coronapandemie nicht geben. Dafür soll an der Veranstaltungsreihe festgehalten werden. "Wir möchten in diesen schwierigen Zeiten ein starkes Zeichen der Gemeinsamkeit setzen und unser Motto 'Zusammen leben, zusammen wachsen.' mit Leben füllen", so die Initiatoren der Interkulturellen Wochen.

Ein Zeichen der Leere und des Zusammenhaltes

Auf dem Neumarkt bestreitet die Aktion "Pictures of silence / Bilder der Stille" am Samstag den Auftakt. Sie soll eindrucksvoll die Leere an der Stelle vermitteln, wo das das bunte "Fest der Kulturen" hätte stattfinden sollen. Mit 100 farbigen und beleuchteten XXL-Luftballons soll die Vielfalt der Stadt nachgestellt werden. Bilder vergangener Interkultureller Wochen, eine eindimensionale Belegung des Platzes mit dem Grundriss eines Lageplanes und die Namen beteiligter Organisationen stehen dabei stellvertretend für den Zusammenhalt, der das Fest alljährlich im Herzen der Stadt präsentiert, heißt es von den Veranstaltern weiter.

Förderung des Austausches zwischen den Menschen

Bis zum 4. Oktober werden Chemnitzer dann noch von Vereinen, Verbänden, Institutionen und Organisationen eingeladen, sich zu den Themen Migration, Integration und Asyl zu informieren und Angebote für ein tolerantes und friedliches Miteinander zu nutzen. Theatervorstellungen, Filmvorführungen, Tanzkurse und Konzerte, Länderabende, Sportveranstaltungen, Lesungen und Autorengespräche, Fortbildungen, Vorträge, Workshops und Infoveranstaltungen zu verschiedensten Themen sowie der Austausch zwischen Religionen sollen Interesse an Menschen und Begegnung wecken. Das vollständige Programm ist hier zu finden.