Eine Weltpremiere in diesem Herbst

Ausstellung Zum "Leben am Toten Meer" im Smac

Das Staatliche Museum für Archäologie Sachsen, besser bekannt unter seinem Kurznamen smac, konnte im vergangenen Jahr seine Besucherzahlen im Vergleich zum Jahr 2017 steigern. 61.300 Gäste zählte das Haus zwischen Januar und Dezember 2018. Etwa 19.500 davon lösten Karten für die Sonderausstellung "Tod & Ritual", in die aktuelle Sonderschau zu den Beziehungen zwischen Sachsen und Böhmen kamen bis Jahresende etwa 5.000 Besucher: "Viele sind begeistert darüber, was sie über die Nachbarn jenseits der Landesgrenze erfahren", so Museumsdirektorin Sabine Wolfram.

Noch bis Ende März

Die Schau läuft noch bis zum 31. März dieses Jahres und bietet auch noch einige Sonderveranstaltung, darunter Marionetten-Theater mit "Spejbl & Hurvinek" am 24. Februar - die Abendvorstellung ist dabei bereits ausverkauft. Für 2019 habe man sich das Motto "Die Welt nach Chemnitz bringen" gesetzt, so Wolfram. So gibt es ab 1. Mai eine Sonderausstellung über "2 Millionen Jahre Migration". Dies sei aber keine Reaktion auf die Chemnitzer Ereignisse des Spätsommers, sondern werde bereits seit etwa einem Jahr geplant: "Eine Ausstellung könnte man so schnell gar nicht planen", sagte Wolfram.

Das beschrieb sie dann auch gleich noch einmal anhand der großen Sonderausstellung, die am 27. September 2019 startet: "Leben am Toten Meer. Schätze aus dem Heiligen Land" heißt diese, Wolfram nennt sie eine "Weltpremiere": "Noch nie gab es in Deutschland, Europa oder darüber hinaus eine Ausstellung über die Archäologie und Geschichte rund um das Tote Meer."

Präsentiert werden Fundstücke unter anderem aus Jericho, Qumran oder Masada von mehreren internationalen Leihgebern aus Israel, dem Pontifikalischen Institut in Rom oder dem Oxforder British Museum: "Es ist bisher die Ausstellung, die am meisten diplomatisches Geschick verlangt - Ende Januar verhandele ich noch einmal mit Leihgebern in Jordanien", berichtete Wolfram. Genau das passende zum fünften Geburtstag des Smac: Den will das Museum am 18. und 19. Mai feiern.