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Eingriffe in die Optik nicht auszuschließen

Denkmal Nach dem erzwungenen Erhalt des Viadukts beginnen nun Neuplanungen

Das Viadukt über die Annaberger Straße wird bei der Sanierung des Chemnitzer Bahnbogens nicht abgerissen, das hat das Eisenbahnbundesamt der Deutschen Bahn als Auflage in der Baugenehmigung mitgegeben. Nun stellt sich die Frage, wie es weitergeht. Die wurden diese Woche zumindest partiell beantwortet: "Wir haken die alte Lösung ab und suchen die beste neue. Wir wollen bis Ende 2019 eine neue Lösung für den Erhalt des Viadukts vorliegen haben", sagte der Konzernbeauftragte Eckart Fricke in dieser Woche bei einer Stippvisite in Chemnitz. Circa drei Jahre werfe die Notwendigkeit eines neuen Planungsverfahrens die Arbeiten an dieser Stelle zurück - doch immerhin habe man die Erneuerung an anderer Stelle. Vier weitere Brücken am Bahnbogen stehen vor dem Neubau, unter anderem die über die Reichenhainer und über die Augustusburger Straße.

Weitere Eingriffe sind noch in Plannung

Dass es auch am Viadukt Eingriffe in die Optik geben wird, das wollte der Bahn-Projektleiter Lutz Buchmann nicht ausschließen: "Wir wollen das Viadukt so ertüchtigen, dass es die nächsten 80 Jahre genutzt werden kann." Lärmschutzwände seien vermutlich anzubringen, Teile auszutauschen, "und am Ende müssen wir uns auch über die Farbe Gedanken machen." Dazu wurde ein Fachbeirat berufen, der die Bahn in Denkmalschutz- und Städtebaufragen beraten soll. Parallel will auch die Stadt nachdenken - vor allem darüber, wie das Areal unterhalb des Viadukts gestaltet werden soll: "Es ist ja kein Zufall, dass auf Fotos immer nur ein Drittel des Viadukts zu sehen ist", verwies Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig auf das teilweise wenig ansehnliche Umfeld. Die Bürgerinitiative, die den Erhalt des über 100 Jahre alten Viadukts erst erzwungen hatte, wird weiter am Ball bleiben: "Wir wollen jetzt helfen, die besten Lösungen zu finden", so BI-Sprecher Frank Kotzerke.



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