"Einmalige Chance" - Weitere Investition in den Traum Kulturhauptstadt

Kulturhauptstadt Stadtrat gibt weitere 780.000 Euro für zweite Bewerbungsrunde frei

Der Chemnitzer Stadtrat hat beschlossen, 780.000 Euro für das weitere Bewerbungsverfahren um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 bereitzustellen. Kulturbürgermeister Ralph Burghart erklärte, dass das Geld nötig sei, um den Anforderungen der europäischen Jury gerecht zu werden. "Es ist für uns eine einmalige Chance etwas zu erreichen, das so schnell nicht wiederkommt" sagte er. Für die zweite Bewerbungsrunde wurde demnach eine neue Organisationsstruktur der Kulturhauptstadtbewerbung aufgebaut und das Team vergrößert, um neben der umfangreichen Erarbeitung des zweiten Bidbooks auch die Themen Region, Bürgerbeteiligung und Kommunikation zu verstärken.

Programm muss noch ausgearbeitet werden

Laut Jury muss Chemnitz die kulturelle und künstlerische Vision und das Programm noch weiter ausarbeiten, sodass klar wird, wie die Herausforderungen der Stadt - einschließlich der Ereignisse im Sommer 2018 - konkret beziehungsweise stärker auf Grundlage eines europaorientierten Konzepts gelöst werden können. Dementsprechend ist mit Beginn des Jahres 2020 die Zusammenarbeit mit europäischen Experten, Programmentwicklern und Künstlern ausgeweitet worden.

CDU-Stadträtin Almut Patt befürwortete die Bewerbung und sagte, es sei gut, dass auch europäische Expertise eingeholt werde. AfD-Stadtrat Nico Köhler argumentierte hingegen, dass die Kulturhauptstadtbewerbung in seinen Kreisen überhaupt kein Thema sei - die Bürger hätten ganz andere Sorgen. Dieter Füsslein von der FDP nannte das Budget für die Bewerbung "ganz bescheiden".