Eins-Chef Warner: Kraftwerk bis 2030 stillgelegt

Politik Minister Dulig und Köpping plaudern am Küchentisch

Eins-Energie-Chef Roland Warner im Gespräch. Foto: Tim Jungmittag.

"Die Lage ist gut, aber die Stimmung im Land ist schlecht", konstatierte der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig am Donnerstagabend vor rund 90 Besuchern in der Chemnitzer "Kantine". Deswegen habe er sich auf den Weg gemacht, um mit den Menschen zu reden.

Auf seiner Tour durch Sachsen greift der SPD-Mann auf das zurück, was er als Vater gelernt hat: "Am Küchentisch werden die besten Gespräche geführt. Deswegen habe ich meinen mitgebracht", erklärt Dulig. Neben ihm sitzen an diesem Abend die Ministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete, Detlef Müller und Eins Energie Chef Roland Warner.

Am Küchentisch sind Stühle frei, auf denen die Besucher Platz nehmen können, um ihre Fragen zu stellen. Viele Themen werden angesprochen, darunter die Russlandpolitik der Regierung und deren Bedeutung für sächsische Unternehmen, die Integration von Flüchtlingen, die Chemnitzer Fernzuganbindung und die Sicherheitslage.

Als das Gespräch auf die Energiewende kommt, gerät Eins-Energie-Chef Roland Warner ins Plaudern. Fast nebenbei verrät er seine Zukunftspläne für den Chemnitzer Strom- und Wärmeversorger: Bis 2030 will Warner das Heizkraftwerk Nord mit der bunten Esse stilllegen. Ersetzt werden soll es durch mehrere kleine Kraftwerke, die im Stadtgebiet verteilt werden.