Elektronisch auf dem Skateboard

Gründerwoche Netzwerk mit Vorträgen

Wenn es der Wirtschaft gut geht - und entsprechend Fachkräfte gefragt sind - geht der Gründergeist in Deutschland oft zurück. Auch in den vergangenen Jahren waren deutlich weniger Unternehmensgründungen zu beobachten. Dass eine gute Idee aber immer noch der Startschuss in die berufliche Selbstständigkeit sein kann, zeigt Johannes Schewe. 2013 hatte er an der TU Chemnitz in seiner Magisterarbeit das Potenzial für Skateboards mit Elektroantrieb untersucht. Nach seinem Studienabschluss wollte er diese Idee in die Tat umsetzen - und entwickelte Mellow, den Motor, der sich einfach unters Skateboard schrauben lässt. 40 km/h kann man damit auf dem Board erreichen - eine echte Rakete. Für die Umsetzung der Idee in ein Geschäftsmodell brauchte er 100.000 Euro - und war einer der ersten, die ab Mai 2015 die deutsche Version der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" nutzten, auf der man in Unternehmensideen investieren kann. Seine Idee begeisterte die Plattform-Nutzer so sehr, dass statt 100.000 über 300.000 Euro zusammenkamen - und so das Mellow Board in die Serienproduktion gehen kann. Am Montag berichtet Johannes Schewe von seinen Erfahrungen der Unternehmensgründung und der Finanzierung bei einer Veranstaltung des südwestsächsischen Gründernetzwerks Saxeed, die um 18.30 Uhr im Neuen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz beginnt (Anmeldung erbeten unter www.saxeed.net). Die Saxeed-Veranstaltung ist Teil der bundes- und weltweiten Gründerwoche, die Unterstützungsangebote für Unternehmensgründer in den Blick rücken soll.