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Endstation Briefkasten

Steht man vor einem Haus, so fällt eines meist direkt ins Auge - der Briefkasten und die Eingangstür. Täglich von der Post genutzt ist der Briefkasten längst mehr als eine Ablagestelle für die Post. Er ist auch ein bisschen das Aushängeschild des Hauseinganges und zuweilen ist er auch ein kleines Designobjekt oder eben auch hin und wieder mal ein vernachlässigter Rostklumpen. Heutzutage sind sie verfügbar aus vielen verschiedenen Materialien, in allen Farben und Formen und bei Bedarf inzwischen auch bis zum Einsteckschacht vollgestopft mit Technik.

Smarte Briefkästen und smarte Paketboxen

Smart Home ist mit digitalen Produkten für Klingeln und Alarmanlagen längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch wie sieht es mit smarten Briefkästen aus? Natürlich gibt es auch hier Lösungen. Zwar muss man die Post noch selber herausholen, aber durch Signale werden Informationen zu Posteinwürfen und Leerungen beispielsweise per App das Smartphone gesendet.

Da der Paketkonsum stets zunimmt finden auch Paketbriefkästen ihren Platz vor immer mehr Eigenheimen. Bei Öffnung des Deckels erscheint ein Sack aus reißfestem Material. In diesen kann das Paket abgelegt werden. Durch einen Automatismus wird der Sack wie mit einem Kabelbinder verschlossen und das Paket diebstahlsicher bis zur Abholung gelagert.

Ist ein Briefkasten in Deutschland Pflicht?

Nein, es existiert keine Regelung Privathäuser mit einem Briefkasten auszustatten. Bei vermieteten Objekten ist dies anders. Mieter haben einen rechtlichen Anspruch auf einen Briefkasten, er gehört zur Mietsache und ist vom Vermieter bereitzustellen. Weigert sich der Vermieter, ist der Briefkasten nicht wasserdicht, nicht DIN-Norm gerecht oder ist er unsicher, so kann die Miete gemindert werden.

Natürlich ist der Briefkasten aber in vielerlei Hinsicht sinnvoll und komfortabel. Wichtige Dokumente werden sonst im Ausnahmefall von einem Gerichtsvollzieher zugestellt. Andere gehen als unzustellbar an den Empfänger zurück. Eine Alternative zu Briefkästen bieten Postfächer. Gegen einen geringen Betrag können Briefe angenommen werden ohne die eigene Adresse publik machen zu müssen.

Wer keine Werbung oder ähnliche, den Briefkasten ab und an auch völlig überlastende Post erhalten möchte, kann dies durch entsprechende Aufkleber kundtun.

Welches Modell soll es sein?

Der Briefkasten sollte zum Stil des Hauses und dem persönlichen Geschmack der Hausbesitzer passen. Bei der Auswahl gibt es viele Modelle, die zur Verfügung stehen.

Der Durchwurfbriefkasten / Briefschlitz

Insbesondere in älteren Häusern findet man diese Art von Briefkasten noch häufig. Der klare Vorteil - die Post landet sofort im Hausflur, vor Nässe und Witterungen geschützt. Allerdings können Einbrecher mit Hilfe von Konstruktionen so an die innere Türklinke gelangen, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko bedeutet. Zudem gelangt im Winter durch die Klappe kalte Luft in den Wohnraum, die Isolation ist also schlechter.

Der freistehende Briefkasten

Der Standbriefkasten wird vor dem Haus aufgestellt und ist meist sehr geräumig. So kann viel Post aufgenommen werden, die darüber hinaus auch gut gegen Witterung und Diebstahl geschützt ist. Hier wird ein ausreichend großes Betonfundament benötigt, damit er sicher steht. Die Einwurf Schlitze sollten zur wetterabgewandten Seite ausgerichtet sein.

Der "Standard Briefkasten"

An den meisten Einfamilienhäusern sieht man den Briefkasten nahe der Tür mit Dübeln an der Wand montiert. Empfehlenswert für dieses Modell sind Dämmstoff-Dübel, da diese für den Einsatz an der Hauswand am besten geeignet sind. Der Standard Briefkasten ist ein sicheres, wetterfestes und sehr praktisches Modell. Oft sind hier auch Video-, Sprech- oder Klingelanlagen integriert. Die Post kann nahe dem Eingang ohne großen Aufwand entnommen werden.

Die Briefkastenanlage

Eine Briefkastenanlage empfiehlt sich vor allem, wenn mehrere Wohnungen mit Briefkästen zu versorgen sind. Je nach notwendiger Anzahl kann zwischen verschiedene Größen und Ausführungen gewählt werden. Diese Anlagen findet man oft in Fluren oder auch direkt vor dem Haus als freistehenden Briefkasten vor. Professionelle Anbieter haben meist die verschiedensten Modelle im Angebot, so kann man sich bei den meisten Anbietern auch online beispielsweise den passenden Frabox-Briefkästen aussuchen.

Was muss beachtet werden?

Beim Kauf des neuen Briefkastens sollte auf einige Punkte geachtet werden. Zunächst sollte die DIN EN 13724 Norm für Briefkästen erfüllt sein. Sie regelt unter anderem die Größe des Einwurf Schlitzes mindestens von mindestens 230 mm oder 325mm.
Das Namensschild am Briefkasten sollte ausreichend groß sein, um eine gute Lesbarkeit für die Zusteller zu gewährleisten. Die Deutsche Post empfiehlt eine Schriftgröße von 8 mm Höhe. Für eine gute Diebstahlsicherung ist eine Entnahmesicherung hinter dem Einwurf Schlitz unerlässlich. Ist der Briefkasten zusätzlich mit einem Schloss gesichert - umso besser.

Zu guter Letzt machen das richtige, rostfreie Material und der angestammte Platz einen guten Briefkasten aus. Der Briefkasten sollte auf einer günstigen Griffhöhe für Postboten hängen und gut zugänglich sein.



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