Energieversorgung ist trotz derzeitiger Krise gesichert

Energie Notfallpläne gibt es immer

Große Teile des öffentlichen Lebens liegen aktuell still. Um die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus zu minimieren, sind Kitas und Schulen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Geschäfte und Restaurant dicht. Wie wirkt sich das auf die Energieversorgung in Chemnitz aus? "Wir registrieren aufgrund geschlossener Betriebe und Geschäfte tendenziell schon einen Rückgang im gewerblichen Verbrauch. Dieser wird auch nicht durch den leicht gestiegenen privaten Verbrauch ausgeglichen", sagt Cindy Haase, Unternehmenssprecher von eins Energie. Aussagekräftige Vergleichszahlen könne man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht nennen, da erst nach und nach die Schließungen wirksam werden.

Nach heutigem Stand sei laut Haase weiterhin davon auszugehen, dass es zu keinen Ausfällen in der Energieversorgung kommen wird. Durch den mittlerweile höheren Anteil an regenerativen Einspeisern aus Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen sei das Stromnetz nicht mehr so abhängig von einzelnen Großkraftwerksbetreibern. "Prinzipiell lässt sich aber nie über Monate im Voraus alles planen und ausschließen. Notfallpläne zur Aufrechterhaltung der Stromversorgung gibt es aber immer - diese sind unabhängig von Corona", so Cindy Haase weiter.

Das Energieunternehmen versuche darüber hinaus, mit Vorsorgemaßnahmen Personalausfälle zu vermeiden. Das bedeute unter anderem eine Beschränkung von persönlichen Kontakten auf ein Mindestmaß, keine großen Beratungen, keine Dienstreisen, die Aussetzung nicht dringend notwendiger Arbeiten mit direktem Kundenkontakt wie zum Beispiel die Zählerablesung, eine vorsorgliche temporäre Isolation von Mitarbeitern mit Risikopotenzial, wie Urlaubsheimkehrer oder die Schließung sensibler Bereiche für externe Personen.