Energiewende: Zustimmung abhängig von Kosten

Umwelt Energiewende-Barometer fällt im Osten Deutschlands

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Eine Hauptforderung der befragten Unternehmen an die zukünftige Bundesregierung lautet, die Stromzusatzkosten spürbar zu senken. Foto: Ulli Schubert/Archiv

Die ostdeutschen Unternehmen bewerten die Auswirkungen der Energiewende auf die eigene Wettbewerbsfähigkeit deutlich kritischer als in den anderen Regionen des Landes. Das zeigen die Ergebnisse des vom Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) veröffentlichten Energiewende-Barometers 2017.

Hauptgrund dafür seien die im regionalen Vergleich teils deutlich höheren und nochmals gestiegenen Netznutzungsentgelte und die damit verbundenen Wettbewerbsnachteile. So lautet eine Hauptforderung der befragten Unternehmen an die zukünftige Bundesregierung, die Stromzusatzkosten spürbar zu senken.

"Die Senkung der Stromzusatzkosten ist eine wichtige Voraussetzung für die allgemeine Akzeptanz der Energiewende" so Kristian Kirpal von der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern im Freistaat Sachsen. "Die sächsischen Industrie- und Handelskammern plädieren daher für die zügige Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestniveau von 0,05 Cent pro Kilowattstunde."

Der Barometerwert erreicht deutschlandweit auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 den Wert plus 1,0 und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau (2016: plus 0,8). In den Vorjahren lag er noch deutlich im negativen Bereich. Ein deutlicher Rückgang der Bewertung ist dagegen im Osten und im Norden zu verzeichnen.

Der Wert beruht auf Antworten auf die Frage "Wie beurteilen Sie insgesamt die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens?". Deutschlandweit beteiligten sich 2.250 Unternehmen aus allen Branchen an der Umfrage, davon 400 aus den ostdeutschen Bundesländern. Die vollständigen Ergebnisse des IHK-Energiewende-Barometers gibt es unter www.dihk.de.